Niedergang der SPD – Statt Wunden lecken austeilen

Politik-


Der bundesweite Niedergang der SPD wurde bei der Landtagswahl Bayern klar verdeutlicht. Anstatt sich nun die Wunden zu lecken, teilen SPD-Politiker nun kräftig aus. Die Anderen sind schuld.

Ein Schiffswrack verfestigt seine Lage am Meeresboden

Schiffswrack
SPD am Boden und hat's nicht gemerkt

Die Landtagswahl in Bayern konnte den Niedergang der Sozialdemokraten nicht deutlicher aufzeigen. Wer das Küchenmädchen Nahles als Kapitän einsetzt, braucht sich nicht zu wundern, wenn das Flagschiff SPD leckgeschlagen mit Mann und Maus auf dem Meeresboden landet. Die Demontage der Gallionsfigur Schulz verhilft eben nicht zu einer besseren Weitsicht, wenn sich die ganze Besatzung im Nebel des eigenen Dunstkreises verirrt. Wer maßgeblich an der Umsetzung von Agenda 2010 und Co. beteiligt ist und im Anschluss von einer dringenden „sozialen Gerechtigkeit“ schwafelt, sollte nicht überrascht sein, wenn der Wähler nach dem Schuss vor den Bug gleich ans Eingemachte geht.

Doch Einsicht in die Aussichtslosigkeit ihrer ausgiebigen Irrfahrten zeigt die SPD nicht. Im Gegenteil. Es wird nun kräftig ausgeteilt. So ruft nun von der SPD Bundesarbeitsminister Hubertus Heil über das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben) die CSU zur Ordnung auf. Die Schwesterpartei der CDU müsse nun das „Zinnober in der Koalition“ beenden. Immerhin will Heil erkennen, dass jede Partei für sich selbst verantwortlich sei und nun selbstkritische Fragen stellen müsse. Doch inzwischen gewohnheitsmäßig wird es bei den großen Worten bleiben.

Ein Seitenhieb gegen die CSU kam auch vom Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD). „Der Richtungsstreit innerhalb der Union wird als Schwäche der Regierung insgesamt wahrgenommen und schadet auch der SPD.“ Oppermann bezeichnet Horst Seehofer als einen „Krawallmacher im Innenministerium“.

Wer bereits auf dem Meeresboden gelandet ist, sollte sich im klaren sein, dass es bis zur Sedimentbildung nicht mehr weit ist. Im Anschluss ist man nur noch ein Fall für Geologen und Paläontologen.


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