Nie beendete Finanzkrise droht wieder zu eskalieren

Finanzmärkte –


Die Befürchtungen um eine neu aufflammende Finanzkrise haben nun auch den Gründer des Weltwirtschaftsforums erfasst. Als wenn die bisherige Krise bereits beendet sei, sorgt sich Klaus Schwab um die wirtschaftspolitische Zukunft.

Weltkonjunktur

Eine nie beendete Finanzkrise droht wieder zu eskalieren

Die Rechnung für „unsere Rettung“ müsse noch bezahlt werden

Als ob die sog. Finanzkrise 2008/2009 jemals ein Ende gefunden hätte, äußerte Klaus Schwab, Gründer des jährlich in Davos abgehaltenen Weltwirtschaftsforms (WEF), die Entstehung einer neuen Finanzkrise. Gegenüber der Tageszeitung WELT (Mittwoch) bekräftigte Schwab, dass dies einer seiner größten Sorgen sei und er damit nicht alleine dastehe. Immerhin sei in der großen Krise vor zehn Jahren ein globaler Einbruch der Wirtschaft verhindert worden.

Bemerkenswert ist, dass Schwab bei der Aufzählung der bisherigen Entwicklungen seinen eigenen Widerspruch nicht zu bemerken scheint. Die Rechnung „für unser aller Rettung steht noch aus“, denn dafür müsse ein Preis bezahlt werden. In den letzten zehn Jahren seien die privaten und öffentlichen Schulden de facto auf das Doppelte angestiegen und bewegten sich aktuell im Bereich von mehr als 300 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Die von den Notenbanken eingeführten niedrigen Leitzinsen seien ein Anlass zur besonderen Sorge. Dabei geht der WEF-Gründer wohl davon aus, dass die bis heute immer weiter abfallenden Zinsen nichts mit der in seinen Augen bereits beendeten Finanzkrise zu tun haben könnten. Bei Ausbruch einer neuen Krise hätten die Notenbanken jetzt nichts mehr entgegenzusetzen, so Schwab. Wirtschaftspolitisch steuerten „wir“ auf eine ungewisse Zukunft zu.

Schwab betonte niedrige Zinsen, nicht aber die u.a. von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und von der Europäischen Zentralbank (EZB) in die Finanzmärkte gepumpten Billionen-Beträge. Kapital, welches zwar billigst aber eben nicht umsonst an die Kreditinstitute und weiteren Institutionen zur Verfügung gestellt wurden. Kapital, welches die Bewertungen der an den Börsen gehandelten Wertpapiere künstlich in die Höhe trieb. Fed und EZB fordern das ausgeschüttete Kapital, für das stets der Steuerzahler geradezustehen hat, unterm Strich wieder zurück, allerdings inklusive Zinszahlung. Der Aufschlag der Zinszahlung kann jedoch nur anhand weiterer Geldschöpfung durch Kreditaufnahmen beschaffen werden. Da kann der Wert-schöpfende Arbeitnehmer rotieren, produzieren und das BIP in die Höhe treiben wie er will, es wird ihm nicht gelingen, die Schuld aus Zinsen insgesamt auszugleichen. Der Anstieg der privaten wie auch öffentlichen Schulden ist somit systembedingt völlig automatisiert und daher auch keine Überraschung. Doch auch der WEF-Gründer hütet sich wohl davor, diese Zusammenhänge auch nur im Ansatz zu thematisieren. Es ist ein Tabu.

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