Neue Waffenruhe in Ukraine möglich – Donezk fordert humanitären Korridor

Ukraine-Konflikt-


Im Konflikt in der Ost-Ukraine könnte ein erneuter Waffenstillstand ausgerufen werden. Die vom ukrainischen Präsidenten Poroschenko gestellten Bedingungen werden von Donezk und Lugansk jedoch nicht uneingeschränkt akzeptiert. Eine große Sorge sei die Sicherstellung der humanitären Hilfen.

Kiew

Die Vorverhandlungen für eine erneute Waffenruhe sind bereits angelaufen

Donezk besteht auf Sicherstellung eines humanitären Korridors

Grundsätzlich sei der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko zum Ausruf eines neuen Waffenstillstandes bereit. Doch dafür müsse von beiden Kontrahenten eine jeweilige Bestätigung für die Einhaltung der Waffenruhe vorliegen. Poroschenko telefonierte am Donnerstag mit dem US-Vizepräsident Joe Biden über eine mögliche Einstellung der Gefechte.

Weitere Bedingungen für die Feuerpause seien die Freilassung sämtlicher Geiseln sowie die von der OSZE überwachte Kontrolle der Grenze zwischen der Ukraine und Russland.

Reibungspunkte zwischen Poroschenkos Forderungen und Donezk

Andrej Purgin, Vizepremier der selbsternannten Volksrepublik Donezk, fordert für die Einhaltung der Waffenruhe einen „humanitären Korridor“. Im Gespräch mit RIA Novosti erklärte Purgin, dass sich Slawjansk in einer „totalen Blockade“ befinde. Der Chef der Volkswehr der Stadt Slawjansk, Igor Strelkow, müsse Korridore für die Sicherung der Lebensmittelversorgung herstellen. Die Waffenruhe sei ohne humanitäre Korridore nicht möglich, so Purgin.

Eine Übergabe der Grenzkontrollen zu Russland an Kiew sei unmöglich. „Dies ist unser humanitärer Korridor“, so der Donezker Vizepremier. Große Mengen an Hilfsgütern werden auf der Seite des Gebietes Rostow gesammelt. Ein Abschneiden dieser Versorgung durch Kiew sei für Donezk nicht akzeptabel, so Purgin. Dennoch könne die Papierkontrolle an der Grenze von ukrainischen Grenzsoldaten durchgeführt werden.

Donezk und Lugansk befürworteten eine Stationierung von 300 bis 400 Beobachtern der OSZE an den Berührungslinien der Kontrahenten sowie an der Grenze zu Russland.





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