Neue Kasinos auf Zypern? Abgezockte könnten zu Zockern werden

Spielkasino gegen Zypernkrise-


Zypern ringt um Ideen, wenigstens um Ansätze, damit die derzeit faktisch lahmgelegte Wirtschaft wieder eine eigene Antriebskraft erhält. Neben steuerlichen Parametern erwägt Zyperns Präsident den Bau eines Spielkasinos auf der Südhälfte der Insel.

Aus abgezockten Bankkunden können nun selbst die Zocker werden

Casinos auf Zypern
Casinos auf Süd-Zypern - Las Vegas á la Mittelmeer?

Zyperns Untergang wurde durch das Anbringen von finanziellen „Schwimmreifen“ aus EU-Mitteln und erheblichen Eigenleistungen vorübergehend verhindert. Dennoch muss das kleine Euro-Mitgliedsland zusehen, wie es sich wieder aus eigener Kraft über Wasser halten kann und die Zeit drängt.

Der Hauptwirtschaftszweig der Insel, der Bankensektor, wird faktisch samt der bisher eigenwilligen Geschäftsidee halbiert, geviertelt und zersplittert. Die wohlhabenden Bewohner und ausländischen Anleger bzw. Sparer wurden (unfreiwillig) zur Kasse gebeten, um ihren erheblichen Anteil dafür zu leisten. Die Höhe der Zwangsabgabe wird sich womöglich erst herausstellen, wenn sämtliche Finanzlöcher der Bank of Cyprus entdeckt und die Anteile der zerschlagenen Laiki-Bank übertragen wurden.

„Not macht erfinderisch“. So könnte auf der Krisen gebeutelten Mittelmeerinsel Zypern für die Zukunft ein Rollentausch stattfinden, um für einen eigenen Auftrieb zu sorgen und der am Boden liegenden Wirtschaft zu mehr Höhe zu verhelfen. Nachdem sich die Kredithäuser über Jahre hinweg sichtlich „verzockt“ hatten, soll künftig der Verbraucher diese Rolle übernehmen dürfen.

Staatspräsident Nikos Anastasiades kündigte lt. nw-news.de (Sonntag) in einem Interview mit der größten Zeitung Zyperns, Fileleftheros, den Plan zur Eröffnung eines Spielkasinos an. Mit einer solchen Einrichtung könnten die Bewohner, besonders jedoch vermögende Touristen, „nach Herzenslust“ ihr Geld verzocken und einen ordentlichen Beitrag zur Wirtschaft leisten.

Kasinos bedürfen keine Rechtfertigungen über verloren gegangenes Geld der „Zocker“ und weder Brüssel noch Berlin könnte eine „Mittäterschaft“ angeheftet werden. Den meisten Kasinogängern dürfte das hohe Risiko, welches sie „freiwillig“ eingehen, durchaus bewusst sein.

Daneben plane Anastasiades den Verzicht von Steuern auf die von Betrieben und Unternehmen erwirtschafteten Gewinne. Zusätzlich soll es Erleichterungen zu den Zinssätzen und Zahlungsfristen für Darlehen geben. Zwischen den Vermieter- und Mieterverbänden strebt Zyperns Präsident eine Einigung an, um die allgemeinen Mietkosten zu senken, andernfalls wäre eine gesetzliche Regelung auch ein geh barer Weg.

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