Neue Investitionsbank AIIB: USA poltern und Peking ist unbekümmert

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Peking gibt sich zu den Sorgen Washingtons über die Neugründung der Asiatischen Infrastruktur Bank AIIB sehr unbekümmert. Während China über die von der neuen Bank ausgehenden Belebung der Wirtschaft, statt von Schwächung der etablierten Institutionen spricht, poltern die USA gegen die vermeintlichen „unkonventionellen Standards und die Intransparenz“.

Bankenrettung

Den USA entgleitet das gewünschte Monopol auf die vorangetriebene „Globalisierung“

Chinas AIIB bereitet Washington kräftige Kopfschmerzen

Chinas Initiative mit der Gründung der „Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB)“ kam in Übersee überhaupt nicht gut an und bereitet Washington inzwischen heftiges Sodbrennen. Die AIIB wurde im Jahr 2014 von insg. 21 Ländern ins Leben gerufen. Ganz vorne China und u.a. die 10 Mitgliedsländer des südostasiatischen Staatenverbundes ASEAN. Die Bank steht als unmittelbare Konkurrentin zur von den USA dominierten Weltbank und zum Internationalen Währungsfonds (IWF).

Eine besonders bittere Pille musste Washington bereits schlucken. Großbritannien zeigte großes Interesse an die AIIB und erwog eine Beteiligung an der Infrastruktur-Bank, jüngst gefolgt von Frankreich, Italien und Deutschland. Inzwischen meldete sich auch Österreich zu Wort und signalisierte, dass man einer Beteiligung am fernöstlichen „Komplementär“ der Weltbank und dem IWF nicht abgeneigt ist.

Den USA fehlen offensichtlich Sprache wie auch Mittel, um dem Zulauf für die AIIB irgendwie unter Kontrolle zu bringen. Washington beklagte sich über die „unüblichen“ Standards der AIIB sowie die fehlende Transparenz bereits beim Gründungsprozess. Argumente, die mit von der Weltbank und vom IWF seit Jahrzehnten demonstrierten Praxis im Hintergrund beinahe schon hilflos wirken.

Die chinesische Führung beabsichtigt nach Worten des Finanzministers Lou Jiwei mit der AIIB die Übernahme von mehr Verantwortung für die globale Entwicklung. Im Gegensatz zu anderen regionalen Investitions-Einrichtungen, wie die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie die Asiatische Entwicklungsbank (ADB), wird die AIIB die etablierten Institutionen nicht schwächen, sondern diese stärken und die Weltwirtschaft „energischer Vorantreiben“, so der Finanzminister lt. Bangkokpost (Sonntag).

Noch befindet sich die AIIB in der Gründungsphase und wer als Gründungsland dazugehören möchte, hat noch bis zum 31. März 2015 Zeit. Die Schweizer Eidgenossen sind bereits im Boot der potenziellen Gründungsstaaten vertreten. Der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Amann erklärte gegenüber der Züricher Zeitung (Samstag), dass die Schweiz es als wichtig erachtet, die wichtigen Grundsätze und Bedingungen von Anfang an zu unterstreichen. Armann sieht einen Vorteil darin, wenn sich die Asiatische Entwicklungsbank, die Weltbank und die neue AIIB als eine gegenseitige Ergänzung betrachten. Ein bisschen Wettbewerb um das eine oder andere Projekt würde die Effizienz steigern.

Diese Botschaft dürfte in Washington nicht gehört oder ganz und gar nicht verstanden werden. Die Gründung der AIIB spuckt dem Führungsanspruch der USA kräftig in die Suppe. Eine klare Reaktion blieb noch aus, womöglich mangels Konzept. Zu diesem Zeitpunkt folgen den Rufen Washingtons, der AIIB keinesfalls beizutreten, u.a. Australien, Südkorea und Japan. Neuseeland stellt sich aktuell noch taub.





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