Negativ-Zinsen: Wenn aus Guthabenzinsen zu Einlagegebühren werden

Gebühren für Geldeinlagen-


Die USA spielen es vor, Europa folgt nach. Die Finanzwelt macht hier keine Ausnahme. Negativ-Zinsen und folgende „Einlage-Gebühren“ für die Sparer werden in den Staaten bereits als „logische Konsequenz“ gehandelt. In der Eurozone, speziell in Deutschland steht die Frage noch unbeantwortet im Raum. Vorerst muss scheinbar die Notwendigkeit und letztendlich Alternativlosigkeit von Negativzinsen an den Mann gebracht werden.

Sparer Verluste

Negativzinsen könnten in Deutschland Guthabenzinsen endgültig begraben

Negativzinsen könnten für Sparer Einlage-Gebühren bescheren

Viele Dinge aus Wirtschaft und Kultur wurden bereits mit etwas Verzögerung aus Übersee auch nach Deutschland importiert. Es war nur eine Frage der Zeit. Mit Brüssel und dem „Euro-Konstrukt“ bildet der halbe Kontinent der alten Welt einen überaus großen Trichter, sehr aufnahmefähig und eine gängige Durchschleusfunktion. Die Europäische Zentralbank (EZB) fungiert als eifriger Verteiler sämtlicher Neuerungen in der Finanzwelt an die Mitglieder der Währungsgemeinschaft.

Innerhalb der Eurozone wurden Negativ-Zinsen bereits angesprochen. In den USA erhält die Umsetzung tatsächlich konkrete Züge und die EZB versucht offenbar mit den Schwingungen aus Übersee in den gleichen Takt zu kommen. Große US-Banken erwägen die Einführung von „Straf-Zinsen“ für die Geldeinlagen ihrer Kunden. Eine „notwendige Maßnahme“, sollte das Zinsniveau in den Staaten noch weiter absinken, wie Financial Times berichtete.

Das Verlangen von „Geldeinlage-Gebühren“ sei eine logische Konsequenz aus Niedrigzinsen im Finanzmarkt, laufende Verwaltungsgebühren und den Kosten für Versicherungsbausteine.

Für die Eurozone, ganz besonders für den einst Zins-verwöhnten deutschen Sparer, klingt die Einlage-Gebühr wie eine schlechte Pointe in einer mittelmäßigen Story. Doch EZB-Chef Mario Draghi scheint der Idee von Negativ-Zinsen alles andere als abgeneigt zu sein. Die „hypothetische Formulierung“ von negativen Zinsen nach der letzten Leitzinssenkung erhält zunehmend reale Züge.

Offenbar der übliche Weg. Ein Stichwort wird in den Raum gestellt, mit dem sehr interessierten Blick auf die anschließenden Reaktionen der Länder, Medien und Bürger. Anschließend folgen konkrete Begründungen für einen solchen „rein theoretischen“ Weg, um die vermeintliche Notwendigkeit bereits im Vorfeld zu festigen. Mit dem Finale erfolgt die Umsetzung der Pläne, meist mit der Begründung der „Alternativlosigkeit“.

Mit der Umsetzung von Negativ-Zinsen würden die Banken zuerst betroffen sein. Diese müssten an die EZB für ihr dort geparktes Geld einen Zins bezahlen. In den USA sehen die führenden Banken selbsterklärend keinen Weg anderen Weg als die Weiterleitung der Negativ-Zinsen an die Bankkunden. Eine solche konkrete Erklärung der Banken in er Eurozone, insbesondere der deutschen Kreditinstitute steht noch aus. Bis dahin dürfen Finanzexperten noch ordentlich spekulieren.

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