Nato-Mitglied Türkei sucht Distanz zum US-Dollar

Weltleitwährung-


Die Türkei sucht die Distanz zum US-Dollar. Nach Russland, China und Iran strebt nun ausgerechnet ein Nato-Mitgliedsland einen Außenhandel mit alternativen Währungen an.

Der US-Dollar verliert immer mehr „willige Mitgliedsländer“

Dollar
US-Dollar gerät zunehmend unter Druck

Mit der Türkei folgt ein weiteres Land, das Abstand zur Weltleitwährung US-Dollar nehmen will. Nachdem sich China und der Iran von der „Standard-Währung“ im internationalen Handel verabschiedeten, will nun auch die Türkei den Außenhandel in alternativen Währungen angehen. Türkeis Staatspräsident Erdogan kündigte am Sonntag die Einleitung erster Schritte für den internationalen Handel ohne den US-Dollar an, wie F.A.Z. berichtete. Im Visier habe Ankara vor allem die Handelsbeziehung mit Russland.

Diese neuerliche Nachricht über Unabhängigkeitsbestrebungen vom US-Dollar dürfte in Washington für Unruhe sorgen. Weniger im Weißen Haus, dafür aber umso mehr bei der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Die Emanzipation Russlands, Chinas und Irans vom Dollar weitet sich aus. Das Rütteln an den Grundfesten der Weltmacht USA wird stärker. Waren derlei Bestrebungen u.a. von Libyen noch relativ „einfach“ aus der Welt zu schaffen, so stehen die Hüter des US-Dollars bei den wirtschaftlichen und militärischen Mächten Russland, China und Iran schon ganz anderen Kalibern gegenüber. Mit der Türkei folgt sogar ein Nato-Mitgliedsland, eine besondere Qualität.

In erster Linie will Erdogan der Entwertung der eigenen Lira gegenüber dem US-Dollar entgegenwirken, so zumindest die Erklärung von F.A.Z.. Ein Außenhandel mit Rubel an Russland und Lira auf umgekehrten Wege würde für eine bessere Stabilität der Währung sorgen.

Dennoch sind die auflebenden Bestrebungen, sich von der Geisel des mit absolut Nichts hinterlegten und somit völlig wertlosen US-Dollars zu befreien, unverkennbar. In erster Linie betreffen derlei Unabhängigkeitsbestrebungen die Weltleitwährung. Die Gemeinschaftswährung Euro gerät allerdings unweigerlich in den Sog des langsam untergehenden US-Dollars. Auf der einen Seite basiert der Euro ebenfalls nur auf der wertlosen US-Währung und auf der anderen Seite ist der Zahlungsverkehr in Euro zwischen Russland und dem Iran lediglich als temporär zu betrachten. Beide Länder streben die Gründung einer gemeinsamen Bank an, mit dem Ziel, die Handelsbeziehungen untereinander in den nationalen Währungen abzuwickeln.


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