Nato-Chef Rasmussen: Feindbild mit Hilfe rudimentärer Rhetorik festigen

Ukraine-Konflikt-


Der Nato-Generalsekretär Rasmussen stützt seine Theorien zum Absturz der malaysischen Passagiermaschine offenbar auf historische Welt- und Feindbilder. Die pauschale Schuldzuweisung an die Milizen der Ost-Ukraine bei gleichzeitiger Verweigerung der Beweisvorlage, erinnert an das grob strukturierte Schwarz-Weiß-Denken des kalten Krieges.

Panzerfahrzeug

Der Versuch das beliebte Feindbild anhand rudimentärer Methoden zu vermitteln

Rasmussen vertritt das Weltbild des vergangenen Jahrhunderts

„Die MH17 der Malaysian Air wurde abgeschossen und es waren die Separatisten der Ost-Ukraine“. Eine einfache und klar strukturierte Feststellung, so scheint es zumindest. Diese unmissverständliche Ansicht, der alleinigen Schuld der Volkswehren zum Tod von knapp 300 Menschen, vertritt Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in einem Gespräch mit der französischen Zeitung Midi Libre. Es gibt nur ein „winziges Problem“. Es fehlen die Beweise.

Nach wie vor tappen offenbar auch die US-Geheimdienste im Dunkeln. Die von externen Informationen abhängigen Politiker in Washington und Brüssel erreichen vermutlich nur fein säuberlich gefilterte Versionen zur Absturzursache der Boeing 777 über der Ost-Ukraine. Doch für den Nato-Chef Rasmussen scheint nur das einfache Weltbild zu existieren, dass lediglich die „Separatisten“ ein solch skrupelloses Verhalten an den Tag legen können. Somit hätten sie unzweifelhaft die Passagiermaschine mit einer Boden-Luft Rakete abgeschossen.

Rasmussen stellte bereits heraus, über die Täterschaft der „Separatisten“ zahlreiche Informationen zu besitzen, doch die Nato hielt sich bei der Beantwortung der von RIA Novosti gestellten Fragen über Details vornehm zurück. „Wir kommentieren keine Aufklärungsdaten“, so ein Nato-Sprecher.

Der Nato-Generalsekretär Rasmussen, bis 2009 Dänemarks Ministerpräsident und seit dem 01.08.2009 Chef des westlichen Verteidigungsbündnisses, erhielt seinen Posten aufgrund der Interventionen des ehemaligen US-Präsidenten Georg W. Bush zugesprochen. Rasmussen habe die USA im Einsatz gegen den Irak unterstützt.

Der Nato-Generalsekretär: Geeicht, getrimmt und an der Kette Washingtons

Die Position des Generalsekretärs der Nato kann als eine symbolische Figur betrachtet werden. Aus diesem Grund dürfen dieses Amt auch gerne europäische Politiker bekleiden. Rasmussens Aufgabe ist es, die Interessen und Maßstäbe der USA als europäisches Sprachrohr zu verbreiten und die zwischen Gut und Böse klar gezogenen Linien nach Bedarf neu auszurichten. Die Nato-Mitgliedsländer in Europa bleiben dennoch einem Abgesandten Washingtons unterstellt, dem Nato-Oberbefehlshaber General Breedlove. Wenn Breedlove trällert, kuschen Merkel und von der Leyen.

Der ehemalige dänische Ministerpräsident ist im Jahr 1953 geboren. Er wuchs also mitten im kalten Krieg zwischen den USA und der ehem. UDSSR auf. Seine Thesen zum Absturz der Malaysian Air Passagiermaschine werden in Moskau nicht anders aufgefasst, als von längst vergangenen Zeiten geprägte Interpretationen.

„Der Generalsekretär reproduziert Propaganda-Klischees aus der Zeit des Kalten Krieges. Somit will er die berüchtigte Notwendigkeit begründen, angesichts irgendwelcher äußerer Gefahr ‚die Reihen zusammenzuschließen‘, die Rüstungsausgaben zu steigern und die Allianz als unersetzlich im 21. Jahrhundert zu präsentieren“, so das russische Außenamt in Moskau.





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