Nach Zypernrettung: Anleger wieder im ruhigen Gewässer

sentix Index April 2013-


Die höchsten Wogen in der Eurokrise wurden 2013 bisher durch die Zypern-Rettung erzeugt. Die Anleger quittierten diese Turbulenzen mit der Einschätzung eines sehr wahrscheinlichen Austritts-Szenarios des Inselstaates. Das ausgehandelte Rettungsprogramm hat die Stürme sowie die besorgten Anleger im April wieder beruhigen können.

Geringere Wahrscheinlichkeit Zypern-Austritt aus Eurozone

Zypernaustritt
Anleger sehen Zypern als gefestigter

In der „Zunft“ der Anleger ist nach wochenlangen Turbulenzen wieder deutlich mehr Ruhe eingekehrt. Mit der Erhebung des sentix-Euro Break-up-Index (EBI) für den April 2013 sank der Anteil der „Pessimisten“ von 41,1% auf 24,4% ab.

Der sentix-Index beschreibt die Anzahl der befragten Anleger (für April insg. 959 Anleger), die mit dem Ausscheiden mindestens eines Euro-Mitgliedslandes aus der Eurozone innerhalb der nächsten 12 Monate rechnen.

sentix beschreibt den April-Index als den drittniedrigsten seit der Einführung des Indikators im Juni 2012. Die bisher niedrigsten Sorgen um das Ausscheiden eines Eurolandes hatten die Anleger im Januar und Februar 2013.

Für kräftige Turbulenzen und den entsprechenden Einschätzungen der Anleger sorgte unzweifelhaft das Rettungsgezerre um Zypern. Noch im März gingen 38,1% der Anleger davon aus, dass der Inselstaat innerhalb der folgenden zwölf Monate die Währungsgemeinschaft verlassen würde. Nachdem die Rettungsfrage inzwischen beanwortet wurde – die Qualität zum Rettngspaket sei dahin gestellt – glauben nur noch 18,1% der Anleger von einem baldigen Austritt Zyperns.

Das „Top-Duo“ zu den vermuteten Austrittskandidaten wird nach wie vor von Zypern und Griechenland gebildet. Zyperns Austrittswahrscheinlichkeit wird um ganze -20 Prozentpunkte geringer eingeschätzt und die Mutmaßung eines „Grexits“ ging um moderate -4,7 Prozentpunkte (April 14,5%) zurück.

In den letzten 3 Positionen der „Top 5“ gab es gegenüber dem Vormonat eine Verschiebung. Wurde ein Austritt Deutschlands noch im März von 2,5% der Anleger für Wahrscheinlich gehalten und als Schlusslicht gehandelt, so rangiert die Bundesrepublik nun mit 4,0% gleich hinter Griechenland. Diese Einschätzung dürfte jedoch nicht auf die wirtschaftliche Lage sowie dem Zustand des deutschen Bankensektors zurück zu führen sein, sondern vielmehr auf die vermehrt gehandelten Alleingänge der Bundesregierung sowie die aufstrebende „Anti-Euro-Einstellung“ in der Öffentlichkeit.

Die „Top 5“ im sentix Euro Break-up Index April 2013

Land Austritts-Wahrscheinlichkeit
Zypern 18,1%
Griechenland 14,5%
Deutschland 4,0%
Italien 2,8%
Finnland 2,6%

Quelle: sentix

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