Nach Yuan-Abwertung: BDI fordert konsequente Schritte der Marktöffnung

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Die künftige Geldpolitik der chinesischen Notenbank wird zeigen, ob es mit der erklärten Strategie eines flexibleren Wechselkurses ernst gemeint ist. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor Panikmache, mahnt zur höheren Wachsamkeit und fordert konsequente Schritte der Marktöffnung.

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Yuan-Abwertung: Kein Grund zur Panik, aber mit Argusaugen dran bleiben

Nach der Abwertung des Yuan müssen nun konsequente Schritte folgen

Die Wellen der plötzlichen Abwertung der chinesischen Währung Yuan in drei Stufen sind noch nicht verklungen. Die Signale aus Fernost weisen auf einen Währungskrieg mit dem US-Dollar als zentralen Gegner hin, so die Befürchtungen zahlreicher Marktbeobachter. Der Industrieverband warnt vor einer Panikmache, will aber die Gefahren eines Abwertungswettlaufs nicht von der Hand weisen.

Der BDI warnt aufgrund der niedrigeren Wechselkurse der chinesischen Währung vor Panikmache, zeigt sich aber dennoch besorgt vor einem Abwertungswettlauf. „Heftige Währungsbewegungen sind eine Herausforderung für viele Unternehmen. Die deutsche Industrie erwartet jetzt von China überzeugende Signale“, so Markus Kerber, BDI-Hauptgeschäftsführer. Nach der Abwertung des Yuan müsse nun der konsequente Schritt der Marktöffnung folgen.

Zwar konkurrierten die Produkte der deutschen Industrie „nicht beim Preis, sondern bei der Qualität“, aber es sei klar, dass die exportstarken Firmen die Entwicklung weiter im Auge behalten werden.

Wie auch das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) zum Schluss kam, stellte der BDI fest, dass der Renminbi in den vergangenen Jahren aufgrund der Anbindung an den US-Dollar stark an Wert dazugewann. Chinas Währung wurde gegenüber dem Euro sehr teuer.

„Ich gehe davon aus, dass China mittel- und langfristig ein Wachstumsmarkt bleiben wird. Die wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Entwicklungen müssen auch zukünftig gründlich beobachtet werden“, so der BDI-Hauptgeschäftsführer. Erforderlich seien nun die Erschließung neuer Märkte, die Stärkung des Heimatmarktes in Europa sowie die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen.





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