Moskaus Hilfskonvoi steckt fest – Kiew schickt eigene Lieferungen los

Ukraine-Konflikt-


Russlands Hilfskonvoi für die Ost-Ukraine steckt nach wie vor an der Grenze fest. Die Reibungspunkte zwischen Kiew und Moskau lassen sichtlich keine unbürokratischen und schnellen humanitären Hilfen zu. Das gegenseitige Misstrauen ist groß.

Gummibärchen

Kiew und Moskau stehen auch in der humanitären Frage als erbitterte Gegner gegenüber

Russlands Hilfslieferungen seien „Zynismus“ – Kiew schickt eigenen Konvoi los

Der für die Zivilisten in den umkämpften Gebieten bestimmte Hilfskonvoi aus Russland steckt nach wie vor am Grenzübergang zur Ukraine fest. Kiew gab bisher kein grünes Licht für einen Grenzübergang. Die Bedingungen seien noch nicht erfüllt worden.

Nach wie vor ist keine Kooperation mit dem Internationalen Roten Kreuz zustande gekommen. Die Hilfsorganisation wartet nach wie vor auf eine Auflistung bzw. Beschreibung der aus Russland entsandten Güter. Der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk bekräftigte am Mittwoch nach Eröffnung der Kabinettssitzung, dass jede Art von humanitärer Hilfe an die Ukraine nur nach internationalem Recht zugelassen werde, also unter der Schirmherrschaft des Roten Kreuzes.

Die Hilfslieferungen aus Russland scheinen ohnehin einer ablehnenden Haltung Kiews gegenüber zu stehen. Lt. Interfax-Ukraine beschrieb Jazenjuk die Hilfsaktion Moskaus als „russischen Zynismus ohne Grenzen“. Zuerst lieferten sie Panzer, Banditen und Terroristen, die Ukrainer erschossen haben, und nun „liefern sie Wasser und Salz“, so der Ministerpräsident und fügte hinzu: „Es wäre besser gewesen, die Russen schickten leere LKWs, damit sie wieder ihre Schläger mitnehmen können. Dann bräuchten sie auch keine humanitären Hilfen zu schicken“.

Offenbar hält Kiew an der Variante, mit der Hilfsaktion Russlands handelte es sich um eine Finte, nach wie vor fest. Der stellvertretende Leiter der Präsidialverwaltung Valeriy Chaly erinnerte lt. Prawda Ukraine (Mittwoch) im Interview mit dem ukrainischen TV-Sender „Channel 5“, dass Russland am vergangenen Freitag eine Invasion in die Ukraine geplant habe und dies unter dem Deckmantel „humanitäre Mission“. Kiew bestehe auf eine Umladung der Hilfsgüter in Lastwagen des Roten Kreuzes. Russland lehne dies jedoch ab. Die Ukraine werde den russischen Hilfskonvoi ohne Begleitung durch das Rote Kreuz als eine Aggression betrachten und entsprechend bekämpfen.

Kiew startet nun eine „humanitäre Gegenoffensive“. Am Donnerstag soll ein eigener Hilfskonvoi Kiew verlassen, um die Bewohner der östlichen Ukraine mit Lebensmittel zu versorgen. Hauptsächlich sollen Getreide und Eintopf geliefert werden, so Igor Schwaika, Minister für Agrarpolitik und Lebensmittel der Ukraine. Auf Milchprodukte wolle man verzichten, da diese Lebensmittel Kühlschränke erforderten.

Die umkämpfte Stadt Lugansk ist seit vielen Tagen ohne Stromversorgung.





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