Moody’s sieht Bonität der USA auf absteigendem Ast

Ratingagenturen – USA Kreditwürdigkeit-


Barack Obama wird es immer schwerer haben, sein politisches Ziel, als Präsident der USA in die zweite Amtsperiode gewählt zu werden, zu verwirklichen. Zuerst die finanzpolitische „Horrormeldung“ der überschrittenen Schulden-Linie von 16 Billionen Dollar und nun ein deutlicher Warnschuss aus dem Hause der Ratingagentur Moody’s. Den USA droht eine Abstufung der Bonität.

Kreditwürdigkeit der USA von Moody’s in Frage gestellt

USA-Bonität
Moody's gibt USA Gnadenfrist

Die drohende Herabstufung der USA wurde von der Ratingagentur Moody’s offen ausgesprochen. Die Kreditwürdigkeit des Landes ist drauf und dran die Top-Bewertung „AAA“ zu verlieren. Offenbar war das Erreichen der 16 Billionen Dollar Schulden-Marke der letzte berühmte Tropfen, das die US-Agentur dazu veranlasste, der USA die Pistole auf die Brust zu setzen.

Dennoch kann die Androhung als ein „letzter Warnschuss“ gedeutet werden. Moody’s wolle die Bonität der USA erst unter den Prüfstand stellen, wenn die Haushaltsplanung für das 2013 nähere Einzelheiten hervorbringt. Voraussetzung für die Beibehaltung der derzeitigen Kreditwürdigkeit wären überzeugende Sparmaßnahmen. Andernfalls könne Moody’s kaum am Triple-A festhalten und würde mit der Herabstufung auf ein „Aa1“ handeln müssen.

Die negative Aussicht könne sogar auf ein „stabil“ umgestellt werden, sollte es der US-Regierung gelingen, glaubhafte Pläne für eine Wirtschafts- und Finanzstabilität sowie den Abbau des Schuldenverhältnisses zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) auszuarbeiten.

Moody’s Warnschuss oder Ablenkungsmanöver?

Über die Situation um Finanzen und Haushalt ist sich die US-Regierung sicher im Klaren. Selbst wenn der derzeitige US-Präsident Barack Obama weitere Anstrengungen ankündigte, die Wirtschaft zu stabilisieren und für mehr Arbeitsplätze zu sorgen, haben sich die Umstände auch nach der Androhung Moody’s keinesfalls geändert.

Derzeit steckt Obama in der Zwickmühle. Auf der einen Seite müssen Ressourcen aufgewendet werden, um den Wahlkampf zu führen und auf der anderen Seite bleibt kaum Zeit, um ausgerechnet die Probleme aus der Welt zu schaffen, die seine Wiederwahl am meisten gefährden könnten.

Rationales Handeln ist in einer heißen Wahlkampfphase kaum zu erwarten. Das gilt auch für die Republikaner. Deshalb ist es mehr als unwahrscheinlich, dass Barack Obama eine Zustimmung für noch so vernünftige haushaltspolitische Pläne erhalten würde. Alleine die Abwendung eines Staatsbankrotts durch die Anhebung der Schuldengrenze im Jahr 2011 scheiterte beinahe an den politischen Kämpfen zwischen Demokraten und Republikaner.

Die Drohung der Ratingagentur könnte aber durchaus ein Vorstoß zu Bewahrung der eigenen Glaubwürdigkeit sein. Unverständlich sind bisher zahlreiche „Entscheidungen“ der US-Ratingagentur. Dazu zählt auch die Tatsache, dass die USA mit einem höherem Schuldenberg als die Gesamt-EU, nach wie vor die höchste Bonitäts-Stufe genießt, wobei gleichzeitig Länder und Institute innerhalb der EU reihenweise abgewertet wurden.

In diesem Fall könnte sich Obama getrost zurück lehnen und die Dinge so weiter laufen lassen, wie sie bisher schon vorgesehen waren.

Bild: tarifometer24.com

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