Moody’s setzt Kreditwürdigkeit der EU auf „negativ“

Ratingagentur – Euro-Krise-

Die US-Ratingagentur Moody’s sieht die Aussichten der gesamten Europäischen Union als „negativ“ an. Am Montag wurde der EU der Status „stabil“ entzogen und die Bestnote „Aaa“ steht offensichtlich demnächst zur Überprüfung an.

Hohe Belastungen durch Spanien und Italien erwartet

Ratingagentur Abstufung
Moody's senkt Aussichten für EU

Von „stabil“ auf „negativ“. Moody’s sieht die Kreditwürdigkeit der Europäischen Union nicht mehr in einer „glänzenden Zukunft“. Die eingetrübten Perspektiven ließen der Ratingagentur offenbar keine andere Wahl, als die Ausblicke auf eine potenzielle Abstufung zu stellen.

Die „starken“ Euro-Länder „schwächeln“
Moody’s bezieht ihre Begründung zur Abstufung nicht flächendeckend über das Gesamtbild der EU, sondern sieht in den vermeintlich starken Mitgliedsländern Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Niederlande besondere Schwächen.

Die Ratingagentur betonte, dass die Europäische Union in absehbarer Zeit die Bestnote Triple-A bald verlieren könnte. Noch wären die erforderlichen Kriterien für ein „Aaa“ erfüllt. Das würde nur gelten, solange die eingeleiteten Maßnahmen für die Haushalte und der Zusammenhalt der 27 EU-Mitgliedsstaaten beibehalten würden.

Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die Niederlande sollen lt. Moody’s die Bestnote „Aaa“ noch behalten. Dennoch wären es die vier Ländern, die aufgrund der Krisenländer mit 45 Prozent am meisten in der Verantwortung stehen. Die Ratingagentur erwarte mit den erforderlichen Rettungsaktionen für Spanien und Italien besonders hohe Belastungen. Aus diesem Grund können die Aussichten nicht mehr als „stabil“ gewertet werden.

Beitrag anderen Menschen mitteilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.