Moody’s Bankenabstufung: Für Anti-Euro Wetten sehr willkommen

Ratingagentur-

Die Stimmen um die neu aufgeflammten Krisen in der Eurozone werden lauter. Spanien verdrängte Griechenland aus dem Mittelpunkt, Italien verbleibt nach wie vor etwas im Hintergrund und die Wirtschaft Deutschlands wird schöner dargestellt, als sie der Realtität entspricht.

An dieser Stelle kommt eine Neubewertung aus eines der renomierten (überbewerteten?) Rankingagenturen wie bestellt und pünktlich geliefert. Mit dem 06. Juni 2012 veröffentlichte Moody’s eine neue Einschätzung zahlreicher europäischer Banken, darunter einen ganzen Schwung deutscher Institute.

Moody’s stuft 7 deutsche Banken ab
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Abstufung Moody's mit
perfektem Timing

Die Commerzbank, eine der bekanntesten „Bank-Repräsentantinnen“ aus Deutschland, erlitt nach Ansicht Moody’s einen Bonitätsverlust um eine Stufe (auf A3). Neben dem Mutterkonzern wird die Kreditwürdigkeit der Commerzbank International S.A. (-2 auf Baa1), Eurohypo AG (-2 auf Baa2) und Commerzbank Europe, Irland (-1 auf A3) ebenfalls als geringer eingestuft.

Richtig zu Ader gelassen wurden die DZ BANK AG sowie die Norddeutsche Landesbank (Nord LB). Beide Kreditinstitute stehen in erster Linie für ihre Ableger gerade.

Mit der Abwertung um eine Stufe (auf A1) kann die DZ BANK AG noch relativ hohes Vertrauen schöpfen. Ein völlig anderes Bild präsentiert die Tochter DVB Bank S.E. Moody’s zog gleich 3 Punkte ab und setzt eine bescheidene Einstufung Baa1 fest.

In einer ähnlichen Situation befindet sich die Nord LB. Selbst kann sie sich ab heute mit einer A3 (um -1) zufrieden geben. Norddeutsche Landesbank Luxembourg jedoch verliert gleich um -3 Punkte und steht somit auf der Baa3.

Negative Aussichten für die „Platzhirsche“

Deutsche Institute, die in der veränderten Moody’s Ratingliste vom 06.06.2012 nicht aufgeführt wurden, sind allerdings nicht ausnahmslos unerwähnt geblieben.

Die Deutsche Bank AG wurde mit ihren sämtlichen Töchtern auf negative Aussichten gesetzt. Moody’s begründet diese Einschätzung durch die internationalen Handelsveknüpfungen und deren allgemein negativen Entwicklungen.

ING DiBa AG steht ebenfalls mit „einem Bein im Schatten“. Bei ihr ist die negative Aussicht darauf rückzuführen, dass in die Mutter ING Groep NV für die nächste Zukunft kein großes Vertrauen geschenkt wird und eine Abstufung als sehr wahrscheinlich gilt.

Für die Abstauber ein perfektes Timing

Es ist ein offenes Geheimnis, dass zahlreiche Institutionen sowie Einzelpersonen mit der Euro-Krise den großen Reibach machen. Sie wetten gegen den Euro und verdienen mit dem Niedergang der Gemeinschaftswährung ein Vermögen.

Die langsam konkret werdenden Pläne für Griechenlands EU-Austritt (noch vor ein paar Monaten „undenkbar“) sowie der ebenfalls ersichtliche Pleite-Gang Spaniens, sind für parasitäre Wertehändler an den Handelsplattformen ein echter Gaumenschmaus.

Stück für Stück wird jeder einzelne Abbruch aus der Europäischen Gemeinschaft verköstigt. Italien wurde konserviert und steht derzeit in Reserve, Spanien dient als Hauptgericht und Irland wird bereits als nächster Gang vorbereitet.

Eine Abstufung der Bonität von Banken führen zu höheren Zinsen, verstärkte Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung und erneute Finanzspritzen von der EZB. Letztendlich finanziert über die EU-Länder, allen voran Deutschland, letztendlich vom Steuerzahler.

Die Europäische Zentralbank steht kurz davor, den Leitzins unter die 1 zu drücken, wahrend auf der anderen Seite die Wett-Gewinne eingestrichen werden.

Moody’s Abstufung mag in objektiver Betrachtung ein richtiger Entschluss gewesen zu sein, stellt aber den „süssen Zuckerguss“ für die parasitären Eurowetten bereit.

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