Minsker Abkommen wird sehr unterschiedlich interpretiert

Ukraine-Konflikt-


Das Minsker Abkommen scheint von Moskau wie auch vom Westen unterschiedlich interpretiert zu werden. Russland werde aufgefordert, die Wahlen im Donbass nicht anzuerkennen und die vereinbarte Waffenruhe scheint weder von der EU, noch von den USA, geschweige von Kiew eine hohe Priorität zu genießen.

Artillerie

Wahlen seien gegen Minsker Protokoll. Fortgesetze Kämpfe werden dagegen ignoriert

Rosinen-Picken beim Minsker Abkommen

Das Minsker Abkommen sehe mögliche Wahlen in den Gebieten Donezk und Lugansk nur nach ukrainischem Recht vor. Deshalb verurteilt der Westen die anerkennende Haltung Moskaus zu den Wahlergebnissen vom Sonntag. Ein Bestandteil des Minsker Protokolls ist aber auch die Waffenruhe zwischen Kiew und den Milizen im Donbass.

Waffenstillstand und Gefechtseinstellung sehen anders aus. Der russische Präsident Wladimir Putin kritisierte die in der Ukraine fortgesetzten Gefechte zwischen den Milizen und den Kiewer Militärs trotz der vor rund zwei Monaten vereinbarten Einstellung der Kämpfe.

Trotz der Minsker Vereinbarungen dauere der Bürgerkrieg nahe der Grenze zu Russland in der Ukraine an und komme nicht zur Ruhe, so Putin am Mittwoch, lt. RIA Novosti. „Friedliche Städte werden beschossen, Zivilisten sterben weiter“.

In Donezk seien am Mittwoch bei einem Artilleriebeschuss zwei Schüler ums Leben gekommen. Drei weitere seien verletzt worden, so die Mitteilung des Donezker Stadtrats. Im Schulhof sei eine Granate eingeschlagen, während die Schüler Fußball gespielt haben. Ein Mann auf dem Hof eines Privatanwesens in der Nähe verlor nach einem weiteren Granateneinschlag beide Füße.

Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin forderte die Aufklärung dieses Vorfalls und die Bestrafung der Schuldigen. Er rief die OSZE dazu auf, sofort Beobachter nach Donezk zu entsenden, um die Details des Artilleriebeschusses zu klären.





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