Milliardenvermögen des Münchner Erzbistums

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Das reichste Erzbistum im Bundesgebiet ist in München. Rund 5,5 Milliarden Euro nennt die lokale katholische Institution ihr Eigen. Ein Großteil des Vermögens ist in Stifungen ausgelagert und die Erlöse kommen ausschließlich dem Menschen zugute.

Milliardenvermögen offengelegt – Paderborn auf Platz 2 verdrängt

Kölner Dom
Gebäude, die nur eine Kleinigkeit kosten

Erstmals hat das Erzbistum München sein Vermögen bewertet und auch veröffentlicht. Mit der stolzen Zahl von 5,5 Milliarden Euro boxierte sich das Erzbistum im Bundesgebiet auf die Spitzenposition, noch vor Paderborn, wie Spiegel Online (Montag) berichtete.

Mit diesem Vermögen erweckt das Erzbistum Berlin mit einem im Jahr 2012 angegebenen Vermögen von 481 Millionen Euro bereits den Eindruck eines Bedürftigen. Das Erzbistum Paderborn lag bisher an der Spitze, allerdings nur deshalb, weil das Vermögen von 4,012 Milliarden Euro bereits 2014 veröffentlicht wurde und die „Münchener“ mit ihren Zahlen nur etwas spät dran waren.

Ein weiteres wichtiges katholisches Zentrum ist in Köln. Aber neben dem weltberühmten Dom können das Kölner Erzbistum „lediglich“ mit einem Vermögen von 3,415 Milliarden Euro aufwarten. Gerade noch die Milliarden-Marke überwunden hatte im Jahr 2013 das Erzbistum Limburg mit einem „Guthaben“ von 1,001 Milliarden Euro.

Vermögen kommen „nur dem Menschen“ zugute

Ein großer Teil des Vermögens der katholischen Kirche seien in Stiftungen ausgelagert worden. Der direkte Zugriff des Erzbistums München sei verwehrt und die Erlöse aus dem Vermögen kommen ausschließlich der Wohlfahrtspflege, Bildung und Seelsorge zugute, so Generalvikar Peter Beer.

Nach Übertragung der Vermögenswerte von 3,3 Milliarden Euro verfügt das Erzbistum nach wie vor über rund 5,5 Milliarden Euro. Die 3,3 Mrd. Euro setzen sich lt. Spiegel Online zusammen aus „1,3 Milliarden Euro vor allem an Immobilienvermögen, 1,5 Milliarden Euro an Finanzanlagen sowie rund 440 Millionen Euro an liquiden Mitteln zusammen“.

Egal, weil schon aus der Kirche ausgetreten?

Wer nun glaubt, dass der bereits erfolgte Austritt aus der Kirche ein Beitrag dafür war, den Vermögensausbau mit Kirchensteuern nicht noch weiter zu unterstützen, liegt nur teilweise richtig. Die Kirchensteuer entfällt, nicht aber die abgeknöpften Steuern an allen anderen Stellen.

Der Bund subventioniert die Kirchen in Form von Vergünstigungen, Befreiungen und „Schenkungen“ jährlich mit rund 17 Milliarden Euro, aus Steuermitteln. Gleichzeitig verzichtet der Bund auf Steuereinnahmen, denn die Kirchen sind von einer ganzen Reihe von Steuern befreit.

Die von den Finanzagenturen zwangsläufig eingezogenen Kirchensteuern kommen noch oben drauf.

Die Institutionen zahlen weder Körperschaftssteuer, Einkommensteuer, geschweige Vermögenssteuer. Eine Grundsteuer wird auch nicht erhoben. Umsätze bleiben steuerfrei und Zinsabschlagssteuer sowie Kapitalertragssteuer entfallen ebenfalls.

Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können!
(Apostelgeschichte 8,20)


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