Migranten: Subventioniertes Beschäftigungsprogramm in der Kritik

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Das von Bundesarbeitsministerin Nahles vorgeschlagene Beschäftigungsprogramm für Migranten steht in der Kritik. Den Zuwanderern wäre mit „1-Euro-Jobs“ nur wenig geholfen. Darüber hinaus geraten Hartz-IV-Empfänger und Langzeitarbeitslose noch mehr aufs Abstellgleis.

1-Euro-Job

Subventionierte 1-Euro-Jobs für Migranten können bereits die Endstation darstellen

1-Euro-Jobs sind ungeeignet für Aufstieg in reguläre Beschäftigung

Wer als Arbeitnehmer in einem Geringverdiener-Job beschäftigt ist, hat für den Aufstieg in ein vollwertiges Beschäftigungsverhältnis nur geringe Chancen. Dafür sprechen die regelmäßigen Statistiken des Bundesarbeitsministeriums und der Arbeitsagentur.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) fordert vom Finanzminister Wolfgang Schäuble (CUD) die Bereitstellung von rund 300 Millionen Euro, um den Migranten subventionierte „1-Euro-Jobs“ bereitstellen zu können. Damit wolle Nahles dem „sinnlosen dahin dümpelns“ der Zuwanderer entgegenwirken.

Derartige einfache Tätigkeiten taugen in der Regel nicht als „Sprungbrett in den regulären Arbeitsmarkt“, so die Kritik des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Doch gerade einfache Tätigkeiten taugen meist nicht als Sprungbrett in den regulären Arbeitsmarkt. Derartige Beschäftigungsprogramme haben nur einen kurzfristigen Effekt für die soziale Integration. Die meisten Migranten, die nach Deutschland kommen, seien „hochmotiviert und wollen einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen“. Fachliche Qualifikation sei dafür allerdings eine Voraussetzung und daran mangelte es bei den Zuwanderern.

Die von Nahles geforderten Gelder sollten lieber in die Qualifizierung der Migranten investiert werden, so das Institut. Dazu gehöre auch das Asylverfahren beschleunigt, damit der Zugang in den regulären Arbeitsmarkt beschleunigt werden könne. Das Beschäftigungsprogramm der „1-Euro-Jobs“ könnten sogar schädliche Auswirkungen haben. Den Migranten fehlte durch ihre Tätigkeit die notwendige Zeit für das Erwerben von Sprachkenntnissen und für die fachliche Aus- und Weiterbildung.

Verminderung der Chancen für Hartz-IV-Empfänger

Ein subventioniertes Beschäftigungsprogramm für Migranten setzt in der BRD die Hartz-IV Empfänger und Langzeitarbeitslose noch mehr unter Druck. Die Chancen auf die Wiedereinstellung in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis schrumpfen weiter.

Während Nahles ein neues Subventions-Programm für Zuwanderer schaffen will, werden die Mittel für die Vermittlung der Langzeitarbeitslosen noch weiter gekürzt.


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