MH17: Zwischenbericht beschreibt eher ein Maschinengewehr als eine Rakete

MH17 Malaysian Air-


Inzwischen sind die ersten Details zur möglichen Absturzursache der MH17 Malaysian Air an die Öffentlichkeit getröpfelt. Der Bericht überrascht. Das Flugzeug zerbrach in der Luft, aber eher durch ein Maschinengewehr als durch eine Flugabwehr-Rakete.

Rakete

Schadensbild und Absturzursache lassen das Bild eines Raketen-Abschusses nur noch schwer zu

Hochenergetische Geschosse in großer Anzahl – Eine einzelne Rakete?

Nach rund acht Wochen kommen erste Einzelheiten zum Unglücksflug der malaysischen Boeing 777 an die Öffentlichkeit. Die ersten bekannt gegebenen Ergebnisse zur Absturzursache der Malaysian Air Passagiermaschine MH17 beschreiben ein „Zerbersten der Maschine durch äußere Einwirkung in der Luft“.

Die Passagiermaschine sei von einer „großen Anzahl an hochenergetischen Objekten“ getroffen worden, die zu einem Auseinanderbrechen des Flugzeuges führten.

Bis jetzt handelt es sich lediglich um einen vorläufigen Bericht der niederländischen Behörden. Der endgültige Bericht soll innerhalb eines Jahres nach dem Unglückstag vom 17. Juli 2014 fertiggestellt und veröffentlicht werden.

Bereits Ende Juli drangen die ersten Auswertungen der Blackboxes der Maschine an die Öffentlichkeit. Demnach schloss man auf einen „plötzlichen Druckabfall“ in den Kabinen, der durch eine „starke Explosion“ erklärt wurde. Die Variante durch einen Raketentreffer wurde im „gleichen Atemzug“ ausgesprochen.

In dem vom niederländischen Sicherheitsgremium vorgelegten Bericht taucht die Variante eines Raketenabschusses jedoch nicht mehr auf. Eine „große Anzahl an hochenergetischen Objekten“ deutete vielmehr auf die Salve aus einer Bordkanone eines Kampffliegers hin, als auf den Treffer durch einen einzigen Raketensprengkopf.

Noch viel mehr Aufschluss über die Absturzursache – ohne großen Aufwand – könnten die zwischen den Fluglotsen und der Maschine geführten Funkgespräche geben. Derlei Aufzeichnungen existieren. Doch werden sie von Kiew zurück gehalten. Auch der Bundesregierung liegen Informationen über diese Gespräche vor. Doch die Anfrage der Linken-Fraktion wurde mit der Begründung der „Geheimhaltungsstufe“ abgeschmettert.

Russlands Generalstab präsentierte bereits eine Su-25 in der Nähe der MH17

Moskau wies am 21. Juli darauf hin, dass die russische Flugabwehr kurz vor dem Absturz der Boeing 777 ein Kampfflugzeug Su-25 der ukrainischen Luftwaffe registriert habe. Dieser Jet soll sich der MH17 auf fünf bis drei Kilometer genähert haben. Der russische Generalstab legte die Ergebnisse der Radarüberwachung vor und mutmaßte von einem „sicher möglichen Abschuss“ aus der Luft.

Das US-Außenministerium konterte mit einer Gegendarstellung, dass es gar nicht möglich gewesen sei, die MH17 mit einer Su-25 abzuschießen. Demnach müssten diese Kampfflugzeuge also unfähig sein, eine unbewaffnete Passagiermaschine ernsthaften Schaden zufügen zu können.

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