MH17 Unglück: Ukraine selbst widerspricht BND Version zur Buk-Rakete

MH17 Absturzursache-


Der vom BND überreichte und vom Spiegel steil vorgelegte Ball zur Absturzursache der Malaysian Air MH17 sorgte bereits für neue Widersprüche zur Frage über die wirklich Verantwortlichen. Ausgerechnet Kiew selbst dementiert ein wichtiges Detail zu den vom BND genannten Belegen.

Rakete

Kiew: Es gab nichts zu erbeuten – Moskau: Bergarbeiter können Buk nicht bedienen

„Separatisten hätten nur unbrauchbare Autoteile erbeuten können“

Wiederholt stehen zur Absturzursache der Malaysischen Passagiermaschine MH17 widersprüchliche Aussagen und Darstellungen im Raum. Der Spiegel-Bericht über die Erkenntnisse des Bundesnachrichtendienstes (BND) gab eine erneute Steilvorlage für viel Diskussionen, Debatten und Dementi.

Für den BND sei es belegt, dass die MH17ohne Zweifel“ von einer russischen Buk-Abwehrrakete abgeschossen wurde, ausgelöst durch die Separatisten der Ost-Ukraine. Die Milizen haben demnach das Raketen-Abwehrsystem während den Auseinandersetzungen von der ukrainischen Armee erbeutet.

Kiew widerspricht der BND-Version: Es gab keine Buk-Raketen

„Das stimmt nicht“, so der Einwand ausgerechnet seitens des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Die Version, die „Terroristen“ haben das Luftabwehrraketensystem Buk M1 von einem Truppenteil der ukrainischen Luftstreitkräfte erbeutet, sei falsch. Personal, Technik und Waffen des Fla-Raketenregiments seien auf Kommando des Luftwaffenchefs der Ukraine bereits am 29. Juni 2014 zur Erfüllung „von Aufgaben in andere Regionen verlegt worden“, so eine offizielle Erklärung auf der Internetpräsenz des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Die „Terroristen“ seien lediglich in der Lage gewesen, zurück gebliebene alte und betriebsunfähige Fahrzeugtechnik zu erbeuten.

Moskau lässt die Erklärung des BND nicht einfach im Raum stehen und forderte den Geheimdienst dazu auf, die Daten auf den Tisch zu legen. Die „Fakten“, die der BND in seiner aktuellen Studie nannte, seien weder dem russischen Ressortchef Alexander Neradko, noch jemand anderem bekannt. Die zur Verfügung stehenden Daten sowie Materialien sollten der zuständigen niederländischen Ermittlungskommission übergeben werden, so die Aufforderung des Ressortchefs. Russland habe dies bereits getan.

„Bergarbeiter können Kalaschnikows bedienen, aber keine Buk-Raketen“

Der russische Militärexperte Igor Korotschenko sieht in den Ausführungen des BND die Strategie nach dem Motto: „Haltet den Dieb“. Der Militärexperte ist lt. RIA Novosti davon überzeugt, dass dem BND sehr wohl die Verantwortung der ukrainischen Armee für den Tod von 298 Personen bewusst ist, aber aus politischen Gründen könne der Westen dies nicht eingestehen. „Die Erklärung des BND, wonach die malaysische Passagiermaschine von einem ukrainischen Raketenkomplex des Typs ‚Buk‘ abgeschossen wurde, führt vor Augen, dass westliche Geheimdienste keine Zweifel daran haben, wer hinter diesem Verbrechen steht“, so Korotschenko.

Für die Betreuung solcher komplexen Raketensysteme werden Offiziere im Laufe von fünf Jahren ausgebildet. „Ein Bergarbeiter, der mühsam das Handhaben einer Kalaschnikow-Maschinenpistole erlernt hat, kann das technisch komplizierte Buk-System kaum bedienen“, so der Militärexperte.





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