MH17 Unglück: Aufklärung der fast 300 Toten scheint uninteressant

Malaysian Air-


Der Westen schweigt und die Medien schauen weg. Die Aufklärung über die Gründe von fast 300 toten Passagieren der MH17 scheint niemanden mehr zu interessieren. Russland hakt nach.

Flugzeug

Moskau sieht sich als den einzigen für Aufklärung Interessierten

Verweigert der Westen das Interesse an Aufklärung?

Die plötzliche Ruhe um die über der Ost-Ukraine abgestürzte Boeing 777 der Malaysian Air sollte die Weltöffentlichkeit eigentlich genauso aufschrecken wie die teils abenteuerlichen Thesen über die Gründe des Unglücks.

Die USA schossen wie ein „Revolverheld des Wilden Westens“ mit Schuldzuweisen gegen die Volksmilizen und Moskau, um schon kurz darauf nach Vorlage zweifelhafter „Belege“ in tiefes Schweigen zu versinken. Kiew trat in die Fußstapfen Washingtons und brachte eigene Varianten der teils lebhaft fantasiereichen „Abschuss-Thesen“ durch die „Terroristen“ aus Donezk und Lugansk.

„Aktueller Stand der Aufklärungslage“ sind die an Großbritannien ausgehändigten Blackboxes der Unglücksmaschine. Das war es auch. Die Wrackteile des Fliegers mit der Flugnummer MH17 liegen auch noch nach Wochen an Ort und Stelle. Es scheint niemanden zu kümmern. Dabei wäre die genaueste Untersuchung eines jeden aufgefundenen Flugzeugteils zur Aufklärung des Unglückhergangs nicht nur erforderlich, sondern längst übliche Routine.

Sollte der Zugang zu den Wrackteilen aufgrund der Kampfhandlungen tatsächlich zu riskant sein, wären eigentlich wiederholte Aufforderungen zur Einstellung der Auseinandersetzungen von Brüssel, Kiew und Washington zu erwarten. Aber es fehlt offenbar jegliches Interesse an einer Aufklärung. Es böte sich eine Gelegenheit, den „Separatisten“ die Verantwortung für das Scheitern der Untersuchungen zu geben, aber stattdessen nur tiefstes Schweigen.

Mit knapp 300 Todesopfern sind weit über 1.000 nächste Verwandte betroffen. Ein Großteil der betroffenen Familienangehörige sind Niederländer. Es scheint sich jedoch nichts zu bewegen, obwohl deren Interesse an einer Aufklärung der Absturzursache naturgemäß am größten sein muss. Die Medien haken erst gar nicht nach, „was da nun los ist“.

„Es entsteht der Eindruck, dass alle anderen das Interesse für die Ermittlung verloren haben“, so der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag. „Nach den ersten schroffen, an Hysterie grenzenden Anschuldigungen gegen Russland und die Volkswehr sind all diejenigen, die diese Erklärungen abgegeben haben, wie mundtot geworden. Eigentlich versuchen wir allein, die Aufmerksamkeit für dieses überaus ernste Problem aufrecht zu erhalten.“

Moskau warte noch immer auf eine einleuchtende Erklärung, warum Kiew die aufgezeichneten Gespräche zwischen den Fluglotsen und dem Flugzeug um den Zeitpunkt des Absturzes nach wie vor unter Verschluss hält.





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