MH17: Nach US-Pleite neue Gründe für Sanktionen gegen Russland

EU-Sanktionen-


Die EU plant erneut Sanktionen gegen Russland, jedoch müssen neue wie auch alte Gründe herhalten. Nach dem Untergang der US-These, Russland habe die Verantwortung für den Absturz der MH17, ist man sichtlich um die Rückkehr zur Tagesordnung bemüht. Mit dem Aussprechen von Sanktionen gegen Moskau sollen den eigens aufgestellten Theorien Qualitätssiegel aufgestempelt werden.

Spielregeln

Alte und neue Gründe für Sanktionen: Die Rückkehr zu den alten Spielregeln

„Moskau ist weder an Deeskalation noch an Aufklärung interessiert“

Wenn die Motive für einen Plan verschwinden, werden sich eben neue gesucht. Die von den USA und EU angedrohten Sanktionen gegen Russland stützten sich zuletzt auf den vermeintlichen Abschuss der MH17 der Malaysian Air über der Ost-Ukraine. Moskau wurde zumindest indirekt für die aufgestellte Abschuss-These durch eine Boden-Luft-Rakete in der Verantwortung gesehen.

Inzwischen brach dieses Konstrukt der US-Regierung wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Der neue und zugleich auch alte Vorwurf lautet nun: „Moskau unternimmt zu wenig für eine Deeskalation der Lage und zeigt kein Interesse an der Aufklärung des Flugzeugabsturzes“.

Der aufschlussreiche und auch sehr peinliche Auftritt der US-Regierung zum Absturz der Passagiermaschine wird in den Mainstreams kaum derart ausführlich breit getreten werden, wie die inzwischen in Schall & Rauch aufgegangenen „Theorien“ zu Moskaus Verantwortung. Die US-Geheimdienste haben keine Beweise, dass Russland auch nur irgendetwas mit dem Absturz der Boeing 777 zu tun hat. Sie tappen selbst im Dunkeln. Um den neu ausgerichteten Gedankengang der Öffentlichkeit wieder zu korrigieren, sind die Rufe nach erweiterten Sanktionen gegen den Kreml ein probates Mittel.

Am Donnerstag wird die Europäische Union voraussichtlich weitere Sanktionen gegen Russland beschließen. Die „Strafmaßnahmen“ sollen jedoch nicht auf ganze Branchen sondern auf Einzelpersonen zielen. Damit dürfte die Liste der Personen, die Einreiseverbote in die EU erhielten und deren Geldeinlagen auf EU- und US-Konten gesperrt wurden, um einige Namen erweitert werden.

Die Bundesregierung fährt auf treuer Linie. Bundeskanzlerin Angela Merkel befürwortet einschneidende Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter erklärte am Mittwoch, dass die Bundeskanzlerin schnelle Beschlüsse für notwendig hält, da Moskau kein Interesse an einer Aufklärung des Flugzeugabsturzes zeige.

Australien sieht Putins Engagement offensichtlich völlig anders

Das vermeintliche Ausbleiben des Interesses, geschweige der aktiven Mitarbeit Moskaus, wird im fernen Australien offensichtlich völlig anders eingeschätzt. Das Presseamt des Kremls teilte lt. RIA Novosti am Mittwoch das Ergebnis des Telefongesprächs zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und Australiens Regierungschef Tony Abbott mit. Demnach dankte Abbott Putin für die konstruktive Haltung Russlands und für die Unterstützung einer objektiven und umfassenden internationalen Untersuchung der Absturzursache.





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