Mehrzahl der Unternehmen beschäftigt Migranten

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Laut einer Studie beschäftigt heute eine große Mehrzahl der deutschen Unternehmen Menschen mit Migrationshintergrund. Der Anteil der Betriebe liegt inzwischen bei 92 Prozent.

Mangelnde Sprachkenntnisse seien oft die größte Hürde

Arbeit
Migranten als Fachkräfte unverichtbar

In der Hälfte der deutschen Betriebe seien inzwischen Menschen mit ausländischer Herkunft beschäftigt. Die Stellen seien überwiegend von Männern besetzt, für Frauen mit Migrationshintergrund gebe es noch Nachholbedarf, so das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Das Institut erstellte die Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums.

Demnach beschäftigten 92 Prozent der deutschen Großunternehmen Menschen mit Migrationshintergrund. Bei den mittelgroßen Unternehmen liege der Anteil bei 81 Prozent. Bei Kleinbetrieben liege die Quote bei 55 Prozent. Die Studie habe u.a. ergeben, dass Migranten im Zuge der Neueinstellungen inzwischen höhere Chancen erhielten als bisher. In den letzten fünf Jahren habe jede zweite Firma Menschen mit Migrationshintergrund eingestellt.

Grundsätzlich seien die Unternehmen zur Einsicht gelangt, dass Migranten bei der Suche nach Fachkräften unverzichtbar sind.

Bei Frauen hielten sich die Firmen jedoch noch verhältnismäßig zurück. Lediglich 40 Prozent der befragten Unternehmen stellte eine Frau mit Migrationshintergrund ein. Bei den Kleinbetrieben liegt die Quote bei nur 38 Prozent.

Maßgeblich für den erfolgreichen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt sei die Kenntnis der deutschen Sprache. Fehlende Deutschkenntnisse seien für die Hälfte der Betriebe ein großes Hindernis. Darüber hinaus stellte sich häufig die Frage, ob der Migrant auf Dauer in der Bundesrepublik verweilen wolle bzw. könne.


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