Mehrwertsteuer-Vorteil versickert auf halbem Wege

Konjunktur-Paket –


Das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket und die enthaltene Mehrwertsteuerabsenkung kommt nur unzureichend bis gar nicht beim Konsumenten an. Der Preisvorteil versickert überwiegend bei den Unternehmen.

Steuereinnahmen

Kalkulierte Milchmädchenrechnung zum fiktiven Vorteil der zu melkenden Konsumenten

Nur wenige Shops geben Preisvorteil an Endkunden weiter

Die abgesenkte Mehrwertsteuer zugunsten der Konsumbelebung dürfte wohl die vom Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erträumte Wirkung verfehlen. Damit die Konsumenten auch einen echten Vorteil haben und dadurch eine erhöhte Lust zum Geldausgeben bekommen, müsste die geminderte Mehrwertsteuer auch bis zu ihnen durchgereicht werden. An diesem Punkt scheint es allerdings in vielen Bereichen zu haken.

Das Vergleichsportal Idealo untersuchte für Welt am Sonntag eine ganze Reihe der von Online-Shops angebotenen Preise. Demnach gingen von den insg. 100 umsatzstärksten Shops immerhin bei 78 Shops die Preise runter, aber im gesamten Durchschnitt um lediglich 0,77 Prozent. Nur bei 8 Shops lagen die Preise im Schnitt um mehr als 2 Prozent niedriger als im Vormonat. Der Preisvorteil müsste aber nach vollständigem Durchreichen der Mehrwertsteuer-Absenkung von 19 auf 16 Prozent bei 2,52 Prozent liegen. Selbst der theoretisch erreichbare Mehrwertsteuer-Vorteil von 1,87 Prozent beim verminderten Mehrwertsteuersatz (Lebensmittel, Literatur) werde nicht annähernd erreicht.

Die Überraschung ist es allerdings nicht. Der immer wieder bei der Bundesregierung Gehör findende sog. Wirtschaftsweise Lars Feld hält es ohnehin für sinnvoller, wenn die Unternehmen den Mehrwertsteuer-Vorteil für die Verbesserung ihrer Solvenz einstrichen, anstatt diesen an die Konsumenten weiterzureichen. Schon bei der Formulierung des sog. Konjunkturpakets Anfang Juni war abzusehen, dass die finanziellen Vorteile auf halben Wege versickern werden.

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