Manipulierten Banken am Zinsswap Isdafix? Ein Billionen-Geschäft

Referenzzinssätze-


Den Libor- und Euribor-Skandalen scheint sich ein weiterer manipulativer Eingriff durch die Banken zu gesellen. Die Banken um den Zinsswap Isdafix stehen bereits in der Schusslinie der US-Behörde sowie der deutschen Bafin. Es dreht sich um ein Geschäftsvolumen im dreistelligen Billionen-Bereich.

Bankenmanipulationen

Ob Abgründe oder ungeahnte Höhen, in jede Richtung sieht es stockfinster aus

Isdafix – Ein weiteres Freifahrts-Instrument für die Investment-Banken

Eine Bezeichnung die mehr an den Hund der zwei Comic-Berühmtheiten „Asterix & Obelix“ erinnert, aber kaum an eine wichtige und vor allem manipulierbare Komponente in der Finanzwelt. Isdafix heißt der Indikator, an dem sich diverse Banken „vergangen“ haben sollen, um nach dem Prinzip „Libor-Skandal“ den großen Reibach zu machen.

Es handelt sich um einen „Zinsswap“. Ein Finanzinstrument das einen festgelegten Zinssatz in einen veränderbaren Wert bzw. umgekehrt verwandeln kann. Auf der einen Seite bietet ein Isdafix die Gelegenheit für die Absicherung gegen schwankende Zinsen und auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit für lukrative Spekulationen.

Das Geschäft mit den Isdafix Zinsswap ist kein „Kleckern“ sonder ein „Klotzen“ im gigantischen Ausmaß. Das Volumen der globalen Zinsswap-Geschäfte soll 379 Billionen US-Dollar umfassen, wie DW (Freitag) berichtete.

Der laxe Umgang mit dem Libor-Zins (Referenzzinssatz London) von zahlreichen Großbanken löste bereits den sog. „Libor-Skandal“ aus. Der wichtige Zinssatz, der u.a. für die Kreditvergabe bis hin zum Endverbraucher verwendet wird, wurde schlicht zum Eigennutz manipuliert. Einige Banken (Barclays, RBS und UBS) durften bereits jeweils eine saftige Strafe zahlen. Der Fall ist noch längst nicht abgeschlossen.

Lt. DW hat die US-Derivateaufsicht CFTC bereits seit April 2013 den Isdafix im Visier. Die Bafin, Deutschlands Finanzaufsicht, sei ebenfalls schon daran, das Umfeld von zahlreichen Derivate-Geschäften zu untersuchen, bei denen sowohl der Libor wie auch der Isdafix eine gewichtige Rolle spielen.

Sichtlich wurde den Banken mit den Finanzinstrumenten ein Werkzeug in die Hand gelegt, mit denen nach Belieben „gespielt“ werden kann. Auf eine „ehrliche Haut“ einer Investment-Bank plädierte höchstens noch der eigene Bankenvorstand, aber bisher hatten die Kreditinstitute ihr ausschließlich eigennütziges Treiben im Markt mehrfach unter Beweis gestellt. Ein Libor und ein Isdafix kann nach „Tageslaune“ eingestellt werden, um die eigenen Gewinne entsprechend zu maximieren. Verlierer ist stets der Kunde, der keinerlei Einflüsse auf die Parameter ausüben kann. „So kann in einem Institut jemand angestellt sein, der die Informationen zur Verfügung stellt, die etwa den Libor beeinflussen. Und in derselben Bank wettet dann jemand darauf, ob der Zinssatz fällt oder steigt“, zitierte DW Charlotte Geiger von Finance Watch.

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