Management um Krise erhöht deutsche Verschuldung um 390 Mrd. Euro

Schuldenzuwachs durch Eurokrise-

390 Milliarden Euro lautet der Betrag, der die deutsche Staatsverschuldung aufgrund des Krisenmanagements hat anwachsen lassen. Davon wurden 67,5 Milliarden an EU-Krisenländer bezahlt und 322,5 Milliarden Euro erhielten die Banken.

Linksfraktion im Bundestag wollte aktuellen Krisenanteil genauer wissen

Haushaltsschulden
Erhöhte Haushaltsschulden durch
deutsches Krisenmanagement

Die Linksfraktion im Bundestag wollte offensichtlich einen „frischen Überblick“ auf die von Deutschland bisher geleisteten Finanzierungshilfen zur EU-Schuldenkrise erhalten. Kurzerhand wurde eine Anfrage an die Bundesregierung, Abteilung Bundesfinanzministerium, gestellt und das Antwortschreiben zeigt ernüchternde Zahlen.

Der Passauer Neue Presse liegt das Schreiben der Bundesregierung vor und beschreibt deren „nackte Fakten“.

Das deutsche Krisenmanagement zur Bekämpfung der Schuldenkrise trug dazu bei, den Schuldenberg des Bundeshaushalts um insg. 390 Milliarden Euro anwachsen zu lassen. Anteilig gingen davon 67,5 Milliarden für Direkthilfen an die Krisenländer Griechenland, Irland und Portugal. Den Löwenanteil in Höhe von 322,5 Milliarden erhielten die wankenden Kreditinstitute Europas. Die Gesamtbelastung trifft den Bund, die Bundesländer und die Kommunen.

„Bisherige deutsche Hilfsgelder“
Der Betrag beschreibt lediglich die bisher tatsächlich geleisteten Überweisungen, bzw. Garantien, die der Haushaltsverschuldung Deutschlands angerechnet werden. Unberücksichtigt ist das bereits zugesagte Hilfspaket in Höhe von 100 Milliarden Euro an Spanien.

Inzwischen kam aus Spanien die Nachricht, ggfs. einen geringeren Betrag zu benötigen. Das sei der Grund gewesen, das zugesagte Hilfspaket noch nicht mit einzukalkulieren. So erklärte Hartmut Koschyk, Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium (CSU), „da die Konditionen für Spanien noch nicht im Detail vorliegen, ist das Rettungspaket für Spanien noch nicht in der Schätzung enthalten.“

Abstrakte Zahlen auf den einzelnen Bürger „geklärt“

Die Schuldenanhebung dank des deutschen Engagements für die Bewältigungsversuche der Krise, kann auch auf den Nenner pro Einwohner reduziert werden.

Demnach steuerte jeder Einwohner Deutschlands (80 Mio.) rund 844,- Euro für die Krisenländer Portugal, Griechenland und Irland bei. Das entspräche einem anständigen Urlaub in einem dieser Länder.

Allerdings trug jeder Bundesbürger unfreiwillig 4.031,- Euro das Geld weit verstreut auf eines der in der Euro-Zone ansässigen Kreditinstitute.
Sollte Spanien dennoch die 100 Mrd. Euro vollständig in Anspruch nehmen, käme für jeden Einwohner eine weitere „unfreiwillige Spende“ in Höhe von 1.250,- Euro zu.

Insgesamt leistet jeder Einwohner Deutschlands bereits jetzt schon 4.875,- Euro für die Anteile der Schuldenkrise. Mit Spanien könnten daraus bald sogar 6.125,- Euro / Bürger werden. Die Hochrechnung stellt lediglich eine Zwischenstation dar. Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Zur Diskussion stünden noch der ESM sowie die gewollte Totalkontrolle der EZB über alle Finanzhäuser der Euro-Staaten, gepaart mit Anleihekäufe durch die EU-Notenbank, die letztendlich auf die nationalen Notenbanken auflaufen und die Steuerzahler in Haftung nähmen. (Schulden-Verallgemeinerung).

Staatsschulden-Krise oder Banken-Krise?
Spätestens jetzt sollte jedem klar werden, dass das von der Politik gern verwendete Wort „Staatsschuldenkrise“ völlig realitätsfern ist und die Tatsache, die einer handfesten „Bankenschulden-Krise“, nur der Verschleierung dient.
Pro Kopf 844,- Euro für die betroffenen EU-Länder gegenüber 4.031,- Euro für Banken sprechen eine sehr klare Sprache.

Wer glaubt, dass dies nur theoretische Zahlen ohne Auswirkungen seine, braucht lediglich auf die Zinssätze seiner Sparanlage zu blicken und wird prompt eine Antwort erhalten.

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

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