Lokführerstreik Personal & Güter – GDL gegen DB und BDI

Lokführerstreik April 2015-


In Deutschland beginnt der erste Teil des neuen Lokführerstreiks im April am Dienstag um 15 Uhr. Für den Personentransport geht ab Mittwoch um 2 Uhr nichts mehr. Die GDL und DB stehen sich offenbar unnahbar gegenüber und nebenbei springt der BDI für die Industrie in die Presche.

Streit

Naturgemäß haben GDL, DB und BDI völlig unterschiedliche Positionen zum Streik

Höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen müssen erkämpft werden

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) rief das Zugpersonal im gesamten Bundesgebiet erneut dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Der Arbeitskampf geht somit in eine weitere Runde über. Der Streik im Personenverkehr beginnt am 22. April um 2 Uhr und endet am 23. April um 21 Uhr. Die Züge bzw. die Transporte über die Schienen enden für den Güterverkehr bereits, den 21. April um 15 Uhr. Ein Ende des Streiks für den Güteverkehr ist am 24. April um 9 Uhr vorgesehen.

Was fordert die GDL? Begrenzung der Überstunden, Verbesserungen bei den Ruhetagsregelungen, eine Absenkung der Wochenarbeitszeit sowie eine Anhebung der Löhne, bzw. Gehälter.

Zwischen dem GDL und der Deutschen Bundesbahn (DB) ist es nach 16 Tarifrunden lt. der Gewerkschaft zu keinem Ergebnis in auch nur einem Punkt gekommen. Offenbar zielt die DB auf Verzögerung, da vorab erteilte Zugeständnisse wieder zurückgenommen wurden und Forderungen stets einer Prüfung und Bewertung unterzogen werden müssen.

„Wo kein Wille ist, ist kein Weg“, so der Bundesvorsitzende des GDL Claus Weselsky. Deshalb bleibt der GDL wieder nichts anderes übrig, als das Ultima-Ratio-Mittel Arbeitskampf. Die DB lamentiert zwar über die teuren Streiks. Ein Tarifabschluss, selbst wenn die GDL-Forderungen zu 100 Prozent erfüllt würden, wäre wesentlich billiger. „Weil der DB-Vorstand beim Tarifabschluss mit der GDL streikt, müssen die GDL-Mitglieder erneut für bessere Arbeitszeiten, höheres Entgelt und Belastungssenkung in den Arbeitskampf ziehen“, so Weselsky und weiter: „Für die Beibehaltung seiner Lieblingsmethode teile und herrsche ist dem DB-Vorstand jedes Mittel recht. Deshalb lässt er die Fahrgäste und Güterkunden verantwortungslos im Regen stehen.“

Die DB zeigt sich wegen Streik um Fahrgäste besorgt

Die DB vertritt naturgemäß einen ganz anderen Standpunkt. Personalvorstand Ulrich Weber argumentierte, dass die GDL fast alle Zwischenergebnisse in den Verhandlungen hätte haben können. Nun ziehe es die Gewerkschaft vor, der Bahn und ihren Kunden Schaden zuzufügen. Die Kunden hätten nun inakzeptable Unannehmlichkeiten und die alleinige Verantwortung trage die GDL.

Der BDI zeigt sich wegen Streik um die Wirtschaft besorgt

„Der erneute Streik der GDL trifft nicht nur die Industrie und ihre Unternehmen, sondern nimmt das ganze Land in Beschlag. Die GDL handelt verantwortungslos und hat jedes Augenmaß verloren“, so die Stellungnahme von Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Die streikbedingten Schäden können angefangen von einstelligen Millionenbeträgen bis hin zu 100 Millionen Euro pro Tag betragen. Die Industrie muss aufgrund des Streiks mit empfindlichen Produktionsausfällen rechnen. Eine modere industrielle Wertschöpfungsstruktur sind auf eine zuverlässige Logistik angewiesen, so Schweer, mit dem Verweis auf den internationalen Wettbewerb.





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