Libor-Skandal: RBS zu 455 Millionen Euro Strafe verurteilt

RBS Libor-Manipulationen-


Die Royal Bank of Scotland folgt im Libor-Skandal der Schweizer UBS sowie der Barclays Bank auf den Schritt und ist somit das nächste Geldhaus, das zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden ist. 455 Millionen Euro sind fällig aufgrund Manipulationen am Londoner Referenzzinssatz. Einige Mitarbeiter der RBS dürfen ihren Hut nehmen.

„21 Mitarbeiter verwickelt, aber die RBS nicht“

Liborskandal RBS
Verurteilung RBS im Liborskandal

Die Strafzahlungen aufgrund Manipulationen am Libor-Zins haben bereits der UBS, die größte Bank der Schweiz, die Bilanzen für das Jahr 2012 ein trübes Aussehen verliehen. Die Investmentbank musste im Dezember rund 1,16 Milliarden Euro (1,4 Milliarden Franken) Strafe zahlen. Diese kräftige Rechnung hatte maßgeblichen Einfluss auf die Jahresbilanz mit einem Verlust von rund 2 Milliarden Euro (2,5 Milliarden Franken).

Nun hat die Abwicklung des Libor-Skandals einen nächsten Mittäter an den Pranger gestellt. Die Royal Bank of Scotland kommt zwar weit „günstiger“ davon als die Kollegen aus der Schweiz, aber der Zahlungsbetrag in Höhe von 455 Millionen Euro an die Aufsichtsbehörden in Großbritannien und in den USA dürfte dennoch sehr schmerzhaft sein.

Offensichtlich war auch die Royal Bank of Scotland (RBS) lebhaft an den Manipulationen des Londoner Libor-Zinssatzes beteiligt, denn neben der Strafe von beinahe einer halben Milliarden Euro rollten im Finanzinstitut auch einige Köpfe davon. Wie RBS mitteilte wird John Hourican, Chef der Handelssparte, das Kreditinstitut verlassen. Während der Untersuchungen zum Libor-Skandal hätte sich heraus gestellt, dass insg. 21 Bankmitarbeiter ein Fehlverhalten zu Tage legten, aber der Bank selbst kein Vorwurf eines „bewussten Fehlverhaltens“ gemacht werden könne.

Auf der Abarbeitungsliste der Ermittlungsbehörden steht u.a. noch die Deutsche Bank, die verdächtigt wird, neben der Libor-Angelegenheit auch noch die Finger im Euribor-Zins gehabt zu haben.

Haben RBS-Mitarbeiter mit Royal Bank of Scotland nichts zu tun?

21 Mitarbeitern der RBS wurde ein Fehlverhalten nachgewiesen und der Kopf der Handelsabteilung musste sofort gehen. Der Royal Bank of Scotland könne soweit kein Vorwurf gemacht werden. Wie viele Mitarbeiter eines Unternehmens wären eigentlich notwendig, um wenigstens von der Anwesenheit einer Firma bei einem geschäftlichen Vorgang zu sprechen?

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.