Libor-Manipulationen: EU droht Banken mit Strafen in Milliardenhöhe

Libor-Manipulationen-


Die Untersuchungen zum Libor-Skandal scheinen sich nun in der finalen Runde abzuspielen. Die EU-Kommission ist offenbar dabei, lediglich die Höhe der Strafzahlungen für die an den Manipulationen beteiligten Banken festzulegen. Vorab soll bereits feststehen, dass es sich um eine Rekordsumme im Milliardenbereich handelt.

Banken Libor-Skandal

Bis zu 30% des Jahresumsatzes wären möglich – Doch dies wird nur Theorie bleiben

EU-Kommission will mit den Banken einig werden

Zu den Manipulationen am Interbankenzinssatz Libor will die EU-Kommission nun gegen die beteiligten Banken Milliarden-Strafen in Rekordhöhe aussprechen. Offenbar stehen die Ermittlungen gegen zahlreiche Kredithäuser kurz vor dem Abschluss. Die ersten Bescheide sollen bereits verschickt worden sein.

Bis zum Dezember soll eine Einigung zwischen EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia und den überführten Banken erreicht werden. Die EU-Kommission will lt. manager-magazin (Ausgabe ab 18.10.13) Bußgelder mit einer neuen Rekordsumme verhängen. Theoretisch könne Almunia bis zu 30 Prozent des Jahresumsatzes eines Geldinstituts einfordern. Jedoch sollen „äußerst milde Umstände“ gelten, sofern sich das überführte Geldhaus zu einem Eingeständnis durchringen kann und mit den EU-Fahndern kooperiert.

Bereits im Dezember 2012 leistete die Schweizer UBS eine „Abgabe“ in Höhe von rund 1,16 Milliarden Euro (1,4 Mrd. Schweizer Franken) für das Mitspiel bei den Libor-Manipulationen. Die Royal Bank of Scotland folgte Anfang Februar 2013 mit einer Strafzahlung in Höhe von 455 Millionen Euro. Ende Januar nahm die Finanzaufsicht Bafin zum Thema Libor auch deutsche Kredithäuser genauer unter die Lupe. Im Mittelpunkt standen u.a. die Deutsche Bank, die WestLB sowie Portigon.


Eine „Einigung“ mit den Banken klingt beinahe nach der Frage, zu welcher Strafzahlung das Banken-Management bereit wäre. Wird mit einem „kleinen Steuersünder“ verhandelt, ob die Steuerschuld zur Hälfte oder zu einem Viertel beglichen werden soll? In einem Strafprozess zählen für die Festlegung der Strafzahlung Vermögen und Einkommensverhältnisse. Bei einem Kreditinstitut offenbar lediglich die Bereitwilligkeit, der symbolischen Handlung einen besonderen Ausdruck zu verleihen.

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.