Lebenserwartung für Frauen und Männer seit 2020 gefallen

Gesundheit –


Die Lebenserwartung der Menschen im Bundesgebiet ist in den letzten Jahren insgesamt gesunken. Nach Jahrzehnten des Anstiegs ging es seit 2020 wieder abwärts.

In neuen Bundesländern lebt es sich länger

Risikolebensversicherung

  Frauen und Männer haben seit Geburtsjahr 2020 weniger Lebensjahre

Der über Jahrzehnte hinweg andauernde Anstieg der Lebenserwartung der Bundesbewohner ist inzwischen nicht nur gestoppt, sondern umgekehrt worden. Im Jahr 2022 lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt in diesem Jahr für Frauen bei 82,9 Jahre und für Männer 78,2 Jahre. Damit ist die durchschnittliche Lebenserwartung gegenüber dem Jahr 2019 um jeweils 0,6 Jahre gesunken. Frauen, die im Jahr 2022 geboren sind, werden statistisch um 0,2 Jahre weniger leben als bei Geburt im 2021. Bei Männern blieb die Lebenserwartung im Vergleich zur Geburt im Vorjahr annähernd gleich, so das Statistische Bundesamt (Destatis).

Männer holten mehr auf als Frauen

Gemäß den Statistiker der öffentlichen Hand stieg in den neuen Bundesländern die Lebenserwartung bei Geburt im Jahr 2022 nach zwei Jahren der jeweiligen Rückgänge wieder an. Frauen leben somit um 0,2 Jahre und Männer um 0,6 Jahre länger als bei Geburt im Jahr 2021. Doch gegenüber dem Jahr 2019 sank die Lebenserwartung bei Frauen um 0,7 Jahre und bei Männern um 0,8 Jahre.

In den alten Bundesländern ist die Lebenserwartung bei Frauen und Männern jedoch fortgesetzt zurückgegangen. Gegenüber dem Geburtsjahr 2019 leben Frauen und Männer mit Geburt in 2022 um jeweils 0,6 Jahre weniger.

2020 bis 2022 höhere Sterberate

Mit der durchschnittlichen Alterung der Gesellschaft steigen auch die jährlichen Sterbefälle. Seit mehr als zwei Jahrzehnte steigt die jährliche Sterbefallrate aufgrund des höheren Anteils älterer Menschen weiter an. Im gleichen Zeitraum stieg aber auch die Lebenserwartung vor der Pandemie „tendenziell“ weiter an, so Destatis. Beide Faktoren ergaben unterm Strich einen Anstieg der Sterbefallzahl um durchschnittlich 1 bis 2 Prozent bis 2019. Währen der drei „Pandemiejahren“ ist die Sterbefallzahl um diesen Durchschnitt hinaus angestiegen. In den Jahren 2020 bis 2022 zählte die Statistiker rund 140.000 bis 200.000 zusätzliche Sterbefälle gegenüber der Entwicklung bis 2019.

Maßnahmen könnten geholfen haben

Gemäß dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden in den drei Jahren rund 164.000 Todesfälle mit Covid in Verbindung gebracht. Im Laufe der als Pandemie deklarierten Phase können „Maßnahmen und Verhaltensänderungen“ dafür gesorgt haben, dass die Sterbefälle durch andere Infektionskrankheiten wie z.B. Grippe (Influenza) gesunken seien. Im Jahr 2022 sorgten dazu „außergewöhnlich warme Sommer“ und eine starke Grippewelle zum Jahresende für sichtbare Auswirkung auf den Jahresverlauf der Sterbefälle, so Destatis.

Ob dies auch tatsächlich so ist und über den Status der Vermutungen hinaus geht, scheint angesichts dieser Darstellungen nicht belegt zu sein. Wie die Versicherungswirtschaft mit diesen Zahlen insbesondere bei ihren Berechnungen der Prämien für die private Altersvorsorge umgehen, dürfte von vornherein klar sein. Anpassungen zugunsten der Versicherten werden ausbleiben.

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