Langzeitarbeitslose Hartz-IV-Empfänger – Verlierer des Arbeitsmarktes

Arbeitsmarkt-


Die großen Verlierer im deutschen Arbeitsmarkt sind Langzeitarbeitslose und annähernd ohne Chancen sind die Arbeitslosen, die darüber hinaus „Sozialhilfe-Leistungen“ aus Hartz-IV beziehen.

Hunger

Das soziale Netz Deutschlands besteht aus Endstation auf dem Abstellgleis

Langzeitarbeitslose Hartz-IV-Bezieher fast chancenlos

Anstatt verbesserte Maßnahmen für die Rückkehr der Langzeitarbeitslosen an den regulären Arbeitsmarkt zu sorgen, wird diese Gruppe noch enger an den Rand getrieben. Das Hartz-IV-System scheint eher eine soziale Endstation darzustellen, als ein von den Politikern propagiertes Auffangnetz.

Im Jahr 2014 verließen rund 1,47 Millionen Menschen den Status der Langzeitarbeitslosigkeit. Davon kehrten allerdings ca. 911.000 (62%) Menschen nicht an den Arbeitsmarkt zurück, sondern im Gegenteil, sie meldeten sich als langzeitarbeitslos ab und gelten seither als Nichterwerbstätige. Rund 367.000 (25%) galten als nicht mehr langzeitarbeitslos, weil sie an einem Weiterbildungskurs teilnahmen oder an öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahmen vermittelt wurden. Lediglich rund 191.000 Langzeitarbeitslose fanden tatsächlich eine neue Arbeitsstelle. Allerdings behielt nur die Hälfte davon den Job auf Dauer.

Diese Zahlen zur Langzeitarbeitslosigkeit ermittelte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Die Untersuchungsergebnisse liegen der Berliner Zeitung (Mittwoch) vor. Der in Deutschland hochgepriesene „Boom“ aus Konjunkturaufschwung und steigenden Beschäftigtenzahlen ging an den Arbeitslosen, die länger als zwölf Monate keine Anstellung hatten, quasi vollständig vorbei. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist seit 2010 mit rund 1,1 Millionen Menschen annähernd konstant.

Wer Hartz-IV bezieht hat quasi schon verloren

Rund 90 Prozent der Langzeitarbeitslosen erhalten Bezüge aus Hartz-IV. Aus dieser Gruppe wechseln pro Monat nur 1,3 Prozent in den Arbeitsmarkt. Für die Langzeitarbeitslosen ohne Hartz-IV-Bezug stehen die Chancen mit einer Rückkehr-Quote von 3 Prozent mehr als doppelt so hoch.

Die „besten Aussichten“ haben demnach die Kurzzeitarbeitslosen ohne Bezug von Hartz-IV. Ihre Chancen auf eine Arbeitsmarktrückkehr liegen siebenmal höher als die von Hartz-IV-Empfängern.

Wer als Langzeitarbeitsloser eine Beschäftigung erhielt, muss deswegen noch lange nicht über „den Berg hinweg“ gekommen sein. Mehr als die Hälfte (53%) der als langzeitarbeitslos geltenden Hartz-IV-Empfänger, die in den Jahren 2013 und 2014 eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle fanden, hatten lt. Berliner Zeitung derart geringe Einkommen, dass sie dennoch soziale Leistungen beziehen mussten („Aufstocker“). Ein Fünftel der regulären Stellen bestand aus einer Anstellung bei einer Leiharbeitsfirma. Lediglich sechs Prozent der Betroffenen fand eine Beschäftigung auf dem Bau und nur sieben Prozent in der Industrie.

Die Gegenmaßnahmen der Bundesregierung:

Seit dem Jahr 2009 sind die Mittel für die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit kontinuierlich gekürzt worden. Im Jahr 2008 erhielten noch 2,7 Prozent der Langzeitarbeitslosen eine monatliche Fördermaßnahme. Im Jahr 2014 lag die Quote nur noch bei 1,4 Prozent.

Flüchtlinge und Arbeitsmarkt

Angesichts dieser Entwicklungen drängt sich unweigerlich die Frage auf, wie genau die Integration des Immigranten-Ansturms in den Arbeitsmarkt eigentlich funktionieren soll. Da vor allem die Industrie-Vertreter den Zustrom junger Männer willkommen heißen, liegt der Gedanke nahe, dass in den Flüchtlingen eine besonders billige Arbeitskraft gesehen wird. Dazu passten auch die wiederholten Forderungen, zur (noch) geltenden Mindestlohnregelungen entsprechende Anpassungen vorzunehmen.


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