Landwirtschaft würde durch TTIP Schaden nehmen

Freihandelsabkommen-


Eine Zusammenstellung verschiedener Studien zeigt, dass das Freihandelsabkommen TTIP den landwirtschaftlichen Sektor in der EU schaden und den USA klare Vorteile einbringen würde.

TTIP würde den Handelsweg als Einbahnstraße eröffnen

Agrarspekulationen
TTIP: USA profitieren - EU erleidet Schaden

Erste propagierte Prognosen zu den „Vorteilen“ des TTIP für die EU gehen von einem Wirtschaftswachstum im Bereich zwischen 0,03 und 0,34 Prozentpunkten aus. Andere Untersuchungen malen als Folgen für die EU-Wirtschaft jedoch finstere Bilder.

Sollte das Freihandelsabkommen mit den USA Vorteile für die Wirtschaft, geschweige für die Bevölkerung einbringen, dann dürfte es den landwirtschaftlichen Zweig eher nicht betreffen. Neue Untersuchungen lassen darauf schließen, dass durch das Freihandelsabkommen TTIP kaum mit Vorteilen für EU-Erzeuger zu rechnen ist, so die Umweltschutz-Organisation BUND. Grund dafür seien die höheren Einfuhren von landwirtschaftlichen Produkten aus den USA. Die Organisation hat die Ergebnisse verschiedener Studien zusammengetragen und ausgewertet.

Der Anteil des BIP aus den Importen der US-Landwirtschaft könnte um 1,9 Prozent ansteigen und der Teil der heimischen Landwirte um 0,8 Prozent des BIP sinken. Bäuerliche Betriebe auf beiden Seiten des Atlantiks werden voraussichtlich verdrängt. Nutznießer wären lediglich die großen Betriebe, so der BUND.

Relativ positiv fällt die von der EU in Auftrag gegebene Studie aus. Die Länder-Union würde dank TTIP demnach von einer Exportsteigerung um 56 Prozent profitieren. Die USA hätten jedoch mit einem Exportanstieg um 116 Prozent einen größeren Nutzen. Das US-Agrarministerium geht von einem Anstieg der US-Ausfuhren in fast jeder Sparte der Lebensmittelkategorie aus. Gleichzeitig gingen in der EU die Preise der Erzeuger in den Keller.

Von fallenden Anteilen des BIP geht auch das französische CEPII-Institut aus. Demnach dürften die landwirtschaftlichen Betriebe in der Bundesrepublik aufgrund TTIP um ca. 900 Millionen Euro des BIP verlieren.

Unterm Strich dürfte das Ziel von TTIP (erneut) klar sein. Öffnung der Handelswege im Sinne der US-Wirtschaft und gegen die Interessen der EU-Mitglieder.


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