Lagarde und Draghi halten am Sparkurs der EU-Länder fest

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Nachdem zahlreiche Euro-Mitgliedsländer ankündigten, die Fesseln der Sparpolitik lockern zu wollen, plädieren IWF-Chefin Lagarde und EZB-Präsident Draghi für ein rigoroses Festhalten am Sparkurs.

Für den Sparkurs gäbe es keine Alternativen

Sparkurs EU-Länder
Königsweg: Sparen oder Schulden?

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, und der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) sprachen sich für eine unverminderte Sparpolitik in den Krisenländern der Eurozone aus.

In den letzten Wochen zeichnete sich bei den betroffenen Schuldenländern, u.a. Griechenland, Spanien und Portugal, ein Anti-Sparkurs ab, der sogar vom EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso unterstützt wurde. Die deutsche Bundesregierung, bisheriger ein Verfechter des rigorosen Sparens, wurde mit ihrer Haltung zusehends in die Ecke gedrängt.

Doch Mario Draghi fügte während der Presseerklärung in Bratislava zu den Begründungen der jüngsten Leitzinssenkung seine Einstellung zum Sparprogramm hinzu und erklärte den Sparkurs als unverzichtbar. Der Weg dürfe jedoch nicht auf dem vermeintlich „einfachen Weg“ per Steuererhöhungen beschritten werden, so Draghi, denn diese wären ohnehin bereits zu hoch. Vielmehr müssten die Strukturen in den Ländern reformiert werden, um das Ziel der Konsolidierungen zu erreichen.

Auch Lagarde sieht keine Alternativen zu einem kompromisslosen Sparkurs in zahlreichen EU-Mitgliedsländern. Die Ankurbelung der Wirtschaft über schuldenfinanzierte Programme seien nicht sehr hilfreich, so Lagarde lt. Wall Street Journal (WSJ) (Freitag) gegenüber einem Journalisten des Schweizer Fernsehens RTS. Die Länder befinden sich auf einem „schmalen Grad“, so die IWF-Chefin, denn viele EU-Länder müssten gleichzeitig Haushaltsdisziplin üben, in Arbeitsplätze investieren und das Wachstum sichern.

Deutschland würde nun „die Früchte seiner Politik“ ernten. Das Land wäre bisher weitgehend ohne Schaden durch die Krise gekommen, erklärte Lagarde.

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