Spanien und China im Mittelpunkt von Krisen & Spekulationen

Konjunktur-

Das folgende Wochenende könnte ein weiterer wichtiger Eckpfeiler in den Entwicklungen innerhalb der Euro-Zone werden. Von Spanien wird ein Anruf nach Brüssel mit der Bitte um finanzielle Unterstützung erwartet, Chinas Zentralbank setzte den Leitzins deutlich nach unten und Irans Präsident Ahmadinedschad befindet sich zur Zeit für Gespräche mit Hu Jintao im Reich der Mitte.

Rettungsschirm
Rettungsschirm ist wieder
Thema für Spanien

China pflegt bekanntlich die inneren Angelegenheiten auch als solche zu behandeln. Der „Rest der Welt“ erfährt höchstens wage Andeutungen über die Beweggründe von wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen. Aus diesem Grund sind die jüngsten Leitzinssenkungen Chinas Anlass für Spekulationen.

Zwei favorisierte Auslöser könnten eine gesunkene Inflation sein, oder auch der Versuch, einer stagnierenden Wirtschaft durch günstigere Kredite entgegen zu wirken. Zweiteres erscheint als wahrscheinlicher.

China als Land mit der zweitgrößten Volkswirtschaft, ist vom Export der produzierten Waren sehr stark abhängig. Die USA und Europa gelten als die Hauptabnehmer chinesischer Produkte. Starker Kaufkraftverlust würde die chinesische Wirtschaft erhebliche Schwierigkeiten bereiten.
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Dazu kommen eine drohende Immobilienblase und zu platzende Kredite, die im Ausmaß Spaniens Liquiditätsprobleme als ein kleines Taschengeld aussehen lassen könnten.

Der Traum Europas, auf Chinas stützende Ankäufe von Staatsanleihen setzen zu können, dürfte damit ein endgültiges Aus gefunden zu haben. Die Abwärtsspirale ist längst in Gang gesetzt und hat mit dem Erreichen Chinas bereits globale Dimensionen angenommen.

Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

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