Reform Erbschaftssteuer: Herkules-Aufgabe für Bundesregierung?

Erbschaftssteuerreform-


Die Umsetzung der Reform zur Erbschaftssteuer scheint für die Bundesregierung eine Herkules-Aufgabe zu sein. Ein gemeinsamer Nenner zwischen Steuersätzen, Ausnahmeregelungen und wirtschaftliche Tragbarkeit für Unternehmen wurde trotz Fristsetzung noch nicht gefunden.

ifo-Präsident fordert „pauschale“ 8 % Erbschaftssteuer

Herkules
Vermeintlich einfache Dinge kompliziert gestalten

Die Berechnung der Erbschaftssteuer sollte möglichst einfach gestaltet sein, womöglich handschriftlich auf einen Bierdeckel passen. Clemens Fuest, Präsident des Münchener ifo-Instituts, plädiert für eine „pauschale“ Erbschaftssteuer von acht Prozent, fertig. „Das wäre die einfachste und gerechteste Lösung“, so Fuest. Erhalten bleiben sollten dabei die persönlichen Freibeträge.

Die Politik verfolgte bisher einen falschen Ansatz und deshalb konnte auch die vom Verfassungsgericht gesetzte Frist für die Steuerreform nicht eingehalten werden, so der ifo-Präsident. Für die Unternehmen sei eine gerechte und wirtschaftlich tragbare Erbschaftssteuer aufgrund der Kombination aus hohen Steuersätzen und Ausnahmen gar nicht möglich. Die Gerechtigkeit leide unter den Ausnahmen und ohne Ausnahmen können die Unternehmen die Steuer wirtschaftlich nicht tragen.

„Gerechtigkeit und wirtschaftliche Tragbarkeit sind nur zu erreichen, wenn die Steuersätze massiv gesenkt werden und die Ausnahmen für Unternehmensvermögen entfallen“. Die Umsetzung der Erbschaftssteuer sei nicht die Aufgabe des Gerichts, sondern die der Politik, so Fuest.


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