Oettinger sieht nur noch Schuldenschnitt für Athen

Griechenlandkrise-


Der Steuerzahler darf sich offenbar bereits in „Reih und Glied“ aufstellen, damit die Zeche für die bereits verzweifelt anmutenden Griechenland-Rettungsversuchs-Aktionen wenigstens in „disziplinierter“ Abfolge bezahlt werden kann. Ein Schuldenschnitt für Athen zu Lasten der Bürger der Euro-Zone wird immer wahrscheinlicher.

Der Steuerzahler rückt um eine Stufe vor

Griechenlandrettung
Zu kleiner Schirm
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Weiterer Rückenwind zu einem möglichen Schuldenerlass für Griechenland kommt nun auch vom EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU). Seiner Ansicht nach wäre ein Schuldenschnitt der öffentlichen Gläubiger „unvermeidbar“. Am Donnerstag trug Oettinger seine Thesen lt. der BILD den SPD-Vertretern in Brüssel vor, schrieb das Handelsblatt (Samstag).

Demnach sähe Oettinger keinen anderen Weg, als dass am Ende die öffentlichen Gläubiger aufkommen müssten.

Nach wie vor stemmt sich die Bundesregierung gegen einen möglichen zweiten Schuldenerlass für Athen, auch wenn derzeit noch keine Lösung gefunden wurde, wie die neue Finanzierungslücke von knapp 33 Mrd. Euro in Griechenlands Haushalt geflickt werden könnte, die erst aufgrund des gebilligten Zeitaufschubs entstanden ist.

Hilflosigkeit wechselt sich mit Ratlosigkeit ab

Der Stein ist längst ins Rollen gekommen hat eine Mure in Bewegung gesetzt. Griechenland ist selbst nicht mehr tragfähig, aber die Politik windet sich dies offen zuzugeben wie der Teufel das Weihwasser scheut.

Wiederholte Zeitaufschübe für Griechenland, um die Sparmaßnahmen und Reformen umzusetzen und dabei gleichzeitig auf Wachstum zu setzen, ist völlig widersinnig. Eine „Lösung“ wird einem neuen Termin gefunden und zieht automatisch ein zweistelliges Milliardenloch als das nächste Problem mit sich. Eine hilflose „Flickschusterei“ für die am Ende stets der Steuerzahler aufkommen darf.

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