Mietschulden sehr oft ein Grund für Überschuldung

Überschuldung –


Mietschulden gehören inzwischen zu den häufigsten Gründen einer eingetretenen Überschuldung. 80 Prozent Hilfesuchenden sind im Jahr 2018 von rückständigen Mieten unter Druck geraten.

Mietkosten inzwischen ein häufiger Überschuldungsgrund

Wohnungserwerb
Bei Mietschulden kann Mieter ziemlich schnell auf der Straße stehen

Die Kosten für die Mieten übersteigen immer mehr die finanziellen Möglichkeiten der Privathaushalte. Im Hintergrund spielen oft noch andere Verbindlichkeiten eine Rolle, aber das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen bringen die monatlichen Kosten für den notwendigen Wohnraum.

Im Bundesgebiet hatten im Jahr 2018 rund 80 Prozent der Menschen, die wegen zu hoher Schulden bzw. einer Überschuldung eine Beratungsstelle aufsuchten, auch Probleme wegen der Wohnungsmiete. Die betroffenen Schuldner standen jeweils im Rückstand, so die Statistiker von Destatis.

Während in den alten Bundesländern „lediglich“ 18 Prozent der Beratungstellen Aufsuchenden Mietschulden vorwiesen, lag der Anteil in den neuen Bundesländern bei 31 Prozent.

Im Durchschnitt lag der Rückstand der offenen Mietzahlungen bei 1,8 Monatsmieten und diese lagen im Durchschnitt bei 870 Euro. Lt. Destatis lagen im Jahr 2018 die durchschnittlichen Wohnkosten aller betroffenen Schuldner bei 491 Euro pro Monat. Ein relativ geringer Betrag gegenüber den inzwischen rasant angestiegenen Mietpreisen, allerdings auch ein Alarmsignal, dass viele Menschen bereits dadurch schon überfordert sind. Die Gesamtschulden werden von Destatis mit 29.008 Euro beziffert. Somit nehmen die Mietschulden gemessen an den gesamten Schulden einen Anteil von rund 3 Prozent ein.

Bei Ausbleiben der Miete über einen „längeren Zeitraum“ kann der Vermieter die fristlose Kündigung aussprechen. Dieser vermeintlich lange Zeitraum geht jedoch nur über 2 Monate. Eine Kündigung durch den Vermieter wird oft auch in doppelter Hinsicht vollzogen. Einerseits kündigt der Vermieter aufgrund der rückständigen Mieten und auf der anderen Seite folgt auch gleich die Kündigung, trotz des Falles einer Begleichung der Schuld innerhalb der vorgegebenen Frist. Diese doppelte Kündigung wurde erst im Herbst 2018 vom Bundesgerichtshof (BGH) als rechtens bewertet. Dazu braucht es nicht den Ausstand von einer oder zwei vollen Monatsmieten, sondern es reicht bereits ein fehlender Teilbetrag der eigentlichen Miete.

Besonders hart kann es die von Hartz-IV abhängigen Mieter treffen. Die Mitarbeiter bei den Jobcentern sprechen relativ schnell Sanktionen aus, falls irgendeine Erwartung nicht erfüllt wurde. Diese Sanktionen münden in aller Regel mit Streichungen bei den Leistungen, selbst bis zu 0 Euro hinunter.

Wer also mit der Monatsmiete bereits im Rückstand ist und nach eigener Einschätzung auch keinen finanziellen Ausgleich in Aussicht stehen hat, sollte möglichst schnell reagieren und eine entsprechende Schuldnerberatung aufsuchen.

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