Krankenkassen Beitragserhöhung 2011 – Gesundheitsreform die nächste

Kassenbeiträge 2011

Was heute noch debattiert wird ist eigentlich schon beschlossene Sache

Die höheren Beiträge für die gesetzlichen Krankenkassen werden zu Beginn 2011 so sicher eintreffen wie „das Amen in der Kirche“. Die geplante Gesundheitsreform ist zwar noch nicht in allen Details geklärt, allerdings steht der Termin zur Umsetzung des Entwurfs für die Politiker schon fest.

Die Beitragserhöhung soll im Rahmen der Reform von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent betragen. Damit dürfen die bei den Krankenkassen gesetzlich Versicherten „unfreiwillig“ wieder etwas mehr vom Netto-Gehalt abgeben und bei anderen Bereichen sparen.

Für die finanziellen Probleme der Krankenkassen dürfen wieder einmal die Beitragszahler gerade stehen.

Die Preissteigerungen und Verteuerungen bei Kliniken, Ärzten und vor allem bei den Arzneimitteln erfordern diesen „notwendigen“ Schritt, wobei offenbar wiederholt die Ansätze für Kosteneinsparungen vor allem in diesen Bereichen relativ schnell wieder vom Tisch sind.

Die Beitragserhöhung der Krankenkassen und damit die folgenden Einbußen zu den Finanzen der Privahaushalte scheinen der einfachere Weg zu sein.

Direktkrankenkassen spielen Vorteile aus
Krankenkassen Beitragsanhebung
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Service Testsieger

Auf der einen Seite ein Sozialausgleich, auf der anderen Seite der bürokratische Mehraufwand. Lt. Focus Money steht der Bayerische Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) für einen sozialen Ausgleich, falls der Zusatzbeitrag die zwei Prozent-Marke des Einkommens überschreitet.

Dieser Ausgleich soll über Zuzahlungen aus Steuermitteln erfolgen. Die Folge wäre aber die individuelle Überprüfung und Einkommensberechnung jedes einzelnen Beitragszahlers zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Arbeit sollen die Krankenkassen leisten, wobei diese lediglich das Ergebnis an den jeweiligen Arbeitgeber übermitteln sollen. Diese wiederum setzen auf Grund des Ergebnisses den Sozialausgleich des Kassenmitglieds an.

Arbeit und Kosten fielen somit auf die Krankenkassen und den Arbeitgeber zurück und die Beitragserhöhungen für die gesetzlichen Krankenversicherungen würden in einem nicht unerheblichen Maße für den verstärkten „Beamtenapparat“ herangezogen werden.

Die Linie ist wieder klar ersichtlich. Die Ursachen für die kommenden Beitragserhöhungen werden klar genannt, aber anstatt sich primär um die Kosteneindämmung zu kümmern, die im Verhältnis nur wenige Institutionen im Gegensatz zur breiten Masse der Beitragszahler darstellen, ist dies offenbar der festgefahrene Kurs der deutschen Politiker.

Die letzte Gesundheitsreform mit der quasi „Gleichschaltung“ der Krankenkassen und den Beitragszahlungen läßt die einzelnen Versicherer nur noch den Spielraum für Rückvergütungen und (leidige) Bonus-Systeme, die unterm Strich einen geringeren Krankenkassenbeitrag im Jahr entsprächen.

Zu Beginn 2010 versprach z.B. die BIG Direktkrankenkasse einen Verzicht auf Zusatzbeiträge (Bericht).

Dem gesetzlich Versicherten allerdings bleibt diese Türe für Kosteneinsparungen gegenüber anderen Krankenkassen dennoch offen. Viele Krankenkassen bieten in unterschiedlichen Bereichen der ärztlichen Behandlungen besondere Boni an, wenn diese wenig oder sogar gar nicht in einem laufenden Versicherungsjahr in Anspruch genommen werden.

Daher ist es für ein Optimum an Kosteneinsparungen der Kassenbeiträge besonders wichtig, die vergangenen Jahre der Arztbesuche und deren Behandlungen abzuwägen, um diese zur Auswahl der Krankenkasse zu berücksichtigen.

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