Im Mai 2016 stieg Rezessionswahrscheinlichkeit an

Konjunktur-


Der IMK-Konjunkturindikator schaltete im Mai 2016 aufgrund der deutlich gestiegenen Rezessionswahrscheinlichkeit von „grün“ auf „gelb“ um. Die Stimmung ist trotz hoher Binnennachfrage spürbar eingetrübt.

Unsicherheiten rund um Griechenland und Brexit

Ampel Grün Gelb
IMK-Ampel schaltete von grün auf gelb um

Die Zuversicht im Vormonat April auf mehr Schwung in der kommenden Konjunktur hielt nicht sehr lange an. Im Mai stieg die eingeschätzte Wahrscheinlichkeit einer Rezession der deutschen Wirtschaft wieder an. Der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung kletterte von vormals 26,2 Prozent auf 38,8 Prozent nach oben.

Nach dem IMK-Ampelprinzip gilt nun zum zweiten Mal im Jahr 2016 die Stufe „Gelb“.

Obwohl die deutsche Wirtschaft durch die kräftige Binnenkonjunktur den Wachstumspfad beibehält, tragen die Unsicherheiten im europäischen Raum für eine deutliche Eintrübung der Konjunkturaussichten bei. „Die Möglichkeit eines Brexit und die Diskussion, wie es in Griechenland weitergeht, schlagen sich indirekt auch in unseren Indikator-Werten nieder“, so Gustav A. Horn, wissenschaftlicher Direktor des IMK.

Die Auftragseingänge aus dem Inland waren rückläufig. Aus dem Ausland ging die Anzahl der Aufträge jedoch nach oben. Dennoch sorgten die zuletzt abgesunkenen Stimmungsindikatoren für einen Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit. Der moderate Wachstum der deutschen Wirtschaft werde aber unterm Strich fortgesetzt. Die IMK-Forscher rechnen mit einem Plus von 1,5 Prozent jeweils in den Jahren 2016 und 2017. Die Erwartungen für das erste Quartal 2016 sind sogar übertroffen worden.


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