ifo: EZB sollte der Fed Zinsanhebung folgen

Konjunktur-


Die Zinsanhebung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wird vom ifo-Präsidenten Clemens Fuest begrüßt. Nun sei die Europäische Zentralbank am Zuge.

Fed machte den Anfang. Nun müsse EZB folgen

Ökonomen
EZB sollte auf Inflationsanstieg vorbereitet sein

Die US-Notenbank Fed beschloss am Mittwoch die Anhebung der US-Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem weitere folgen müssen“, so der Präsident des Münchener ifo-Instituts Clemens Fuest.

In den USA steige die Inflationsrate an und es sei wichtig, dieser Entwicklung mit der angepassten Geldpolitik entgegenzusteuern. Nun müsse sich auch die Europäische Zentralbank (EZB) auf einen Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik vorberieten, so Fuest. Es sei absehbar, dass die Inflationsrate im kommenden Jahr auch in der Eurozone ansteigen werde.

„Die Nullzinspolitik stört die Funktionsfähigkeit der Kapitalmärkte, verunsichert die Sparer und führt zu Vermögensblasen, die beim Platzen das Finanzsystem in Not bringen können“, so der ifo-Präsident.

Die EZB entschied sich erst vor wenigen Tagen zur Verlängerung des Anleihekaufprogramms bis Ende 2017. Der ursprüngliche Termin für ein Aussetzen des Programms war für Ende März vorgesehen. Das Ankaufvolumen soll ab April 2017 von derzeit 80 Mrd. Euro pro Monat auf 60 Mrd. Euro reduziert werden.

Alleine der voraussichtliche Anstieg der Rohöl- bzw. Energiepreise wird für den kräftigsten Schub beim Anstieg der Inflationsrate sorgen. Eigentlich ein rein statistischer Effekt. Der bewusste Konsument hat bei seinen regelmäßigen Einkäufen von Lebensmitteln ohnehin kaum eine „sehr niedrige“ Teuerungsrate feststellen können.


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