Export-Industrie rechnet für 2016 mit Stagnation

Konjunktur-


Der Optimismus bei der exportierenden deutschen Industrie lässt für 2016 nach. Die Erwartungen gehen von einer Stagnation in der Warenausfuhr aus.

Chemische Export-Industrie ist eine Ausnahme

Konzerne
Export wird langsamer Zunehmen

Die Manager der Export-Industrie rechnen für 2016 mit Rückgängen beim Exportwachstum, so das Münchener ifo-Institut. Die Exporterwartungen sanken von 6,3 Punkten im Vormonat auf 4,0 Punkte im April. Größter Bremsklotz für die Export-Industrie sei die schwache Dynamik in der Weltwirtschaft.

Besonders pessimistisch zeigt sich die Autobranche. Die Unternehmen erwarten eine Stagnation ihrer Ausfuhren. Von einem gebremsten Exportanstieg geht auch die Papier- und Druckbranche aus.

Lediglich die chemische Industrie rechnet mit weiter steigenden Exporten. Die Erwartung der Chemie-Branche stieg auf den höchsten Stand seit Dezember 2014.

Mehr Export bedeutet mehr Geschenke an die Importeure

Im Jahr 2015 fuhren die exportierenden Unternehmen einen Rekordüberschuss in der Handelsbilanz von knapp 248 Milliarden Euro ein. 22 Prozent des Außenhandels wurde mit den USA abgewickelt und resultierte in einem Überschuss von 54,6 Mrd. Euro. Der Handel mit Großbritannien brachte einen Überschuss von 51 Mrd. Euro und der mit Frankreich 36 Mrd. Euro ein. Zusammen sind die drei Länder mit rund 82 Prozent des von der Export-Industrie bilanzierten Überschusses beteiligt.

Das IMK errechnete im Jahr 2013 einen Verlust von 20 Prozent des exportierten Kapitals – nichts anderes sind die Überschüsse. Bleiben die Beträge aber an der virtuellen Pinwand dieser drei „Mitglieder der hohen Hand“ unbeglichen, so handelt es sich mit den anteiligen Exportüberschüssen um zu 100 Prozent Geschenke. Erwirtschaftet von einer immer produktiveren Belegschaft und einer steigenden Anzahl von Niedriglöhnern.


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