Dem Gütesiegel „Made in Germany“ soll es an den Kragen gehen

EU-Kommission-


Dem weltweit anerkannten Gütesiegel Made in Germany droht der Verlust des Qualitätsmerkmals. Die EU plant Reformen zu den Produktkennzeichnungen und ruft damit deutsche Politiker zu einer Gegenoffensive auf.

Industriealisierung

Mit der Industriealisierung im 19. Jahrhundert begann die Ära von „Made in Germany“

Verbraucher wandelten Warnhinweis in ein Gütesiegel

Dem „Made in Germany“ droht das Aus. Ein Gütesiegel das weltweit für Qualität auf der höchsten Stufe steht. Die EU-Kommission plant eine Reform der Ursprungskennzeichnung und dies würde dem Qualitätsmerkmal „Hergestellt in Deutschland“ schwer zusetzen.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) geht gegen die geplanten EU-Reformen in die Offensive. Der Welt am Sonntag erklärte sie, dass „Made in Germany“ in der gesamten Welt bekannt und beliebt sei. Es symbolisierte die Leistungen der deutschen Wirtschaft. „Das lassen wir uns nicht wegnehmen“.

Auch wenn einige Kritiken gegen die „Qualität des Qualitätszeichens“ berechtigt sein mögen, da bereits ein Vielzahl der hergestellten und mit „Made in Germany“ versehenen Produkte im Ausland gefertigt werden und in Deutschland lediglich der „letzte Schliff“ angesetzt wird, hätte es bereits die Entstehung des Markenzeichens verdient, um erhalten zu bleiben. „Made in Germany“ ist den Britten zu verdanken. Im Jahr 1887 beschloss das englische Parlament die „unmissverständliche“ Kennzeichnung der Waren über das Herkunftsland. Damit wollte Großbritannien einen Schutz der eigenen Industrie und Wirtschaft erreichen. Durch die Industriealisierung auf dem europäischen Festland war man dem Import vermeintlich minderwertiger Produkte und Kopien ausgesetzt.

Doch der Schuss ging nach hinten los. Produkte aus Deutschland waren den Erzeugnissen in Großbritannien qualitativ weit überlegen. Aus dem eigentlich zugedachten „Warnsignal“ für die Verbraucher wurde sehr schnell ein echtes „Gütesiegel“.

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