Corona-Maßnahmen kehrten Schuldenentwicklung um

Schulden –


Die Schuldenentwicklung im ersten Quartal 2020 zeigte zwar klar aufsteigende Tendenzen, blieb aber noch im übersichtlichen Rahmen. Die Lockdown-Schäden und der jüngst beschlossene „Wiederaufbaufonds“ schlagen sich erst im zweiten und dritten Quartal nieder.

EU-Flagge

Corona-Maßnahmen verhinderten weiteren Rückgang der Schuldenquoten

Auf Jahressicht lagen Schuldenquoten sogar niedriger

Wie erwartet ist der Schuldenstand der einzelnen EU-Mitgliedsländer insgesamt weiter angestiegen. Im ersten Quartal 2020 lag die Schuldenquote der EU-Länder bei 79,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im gleichen Zeitraum stieg die Schuldenquote im Euroraum auf 86,3 Prozent an. Mit Ende März 2020 wirkten sich die vom mit Corona begründeten Lockdown-Schäden erst am Rande aus. Dennoch lag die Schuldenquote in der Eurozone Ende Quartal 1 um 2,2 Prozentpunkte höher als Ende Dezember 2019. In der EU stieg der Schuldenstand um 1,8 Prozentpunkte an.

Auf Jahressicht lagen die Schuldenquote der beiden Wirtschaftszonen niedriger. So lag die Schuldenquote in der Eurozone um 0,1 Punkte und in der EU um 0,5 Punkte niedriger als Ende erstes Quartal 2019.

Die Statistiker von Eurostat gehen davon aus, dass die Auswirkungen der Lockdown-Verordnungen bei den Auswertungen des zweiten Quartals 2020 voll zu Geltung kommen werden. Hinzu käme für den Verlauf des dritten Quartals die jüngst beschlossene Summe von 750 Milliarden Euro für den sog. Wiederaufbaufonds. Diese Mittel werden entgegen den vertraglichen EU-Vereinbarungen größtenteils aus Neuschulden finanziert.

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