Kritik an GDL: Lokführerstreik bei Bundesbahn unter heftigen Beschuss

Lokführerstreik-


Am Dienstag beginnt der Streik bei der Bundesbahn für den Personenverkehr. Der am Montag für den Güterverkehr gestartete Lokführerstreik steht von Vertretern der Wirtschaft unter heftigen Beschuss. Der wirtschaftliche Schaden ist nur schwer einzuschätzen. Der BDI geht von mehreren 100 Millionen Euro aus.

ICE

Am Dienstag beginnt der Streik bei der Bahn für den Personenverkehr – Bis Sonntag 9 Uhr

GDL-Vorsitzender verteidigt Streik als „zulässig und rechtmäßig“

Am Montag starteten die von der Lokführer-Gewerkschaft GDL organisierten Streiks im Güterverkehr. Am Dienstag folgten die Ausstände auch für den Personenverkehr. Die Streiks der Lokführer sollen bis zum kommenden Sonntag andauern und damit handelte es sich um den bisher längsten Arbeitskampf in der Geschichte der Deutschen Bahn.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie verurteilt die massive Arbeitskampf-Maßnahme durch den GDL. „Die erneute Eskalation im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn schadet dem Industriestandort Deutschland massiv“, so Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.

Zahlreiche Industriebranchen erlitten eine Unterbrechung in der Wertschöpfungskette. Die Lager seien Leer und des drohen Produktionsausfälle. Der BDI beziffert den Schaden durch den einwöchigen Streik auf mehrere 100 Millionen Euro. Besonders hart werde es die Automobil-, chemische und Stahl-Industrie treffen.

„Eine solche Streikwelle ist Gift für ein hochentwickeltes Industrieland wie Deutschland“, so der BDI. Es sei falsch, die tarifpolitischen Grundsatzfragen auf dem Rücken der Industrie und ihrer Beschäftigten auszutragen.

Der Bundesvorsitzende der GDL, Claus Weselsky, verteidigte den „Rekord-Streik“ im ZDF Magazin Wiso als „zulässig, rechtmäßig und bisher verhältnismäßig“.





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