Kosten für Lohnfortzahlung bei Krankheit steigen an

Lohnfortzahlung –


Die Ausgaben der Unternehmen für erkrankte Mitarbeiter stiegen in den vergangenen Jahren auf immer neuere Rekordhöhen an. Im Jahr 2017 kosteten die Fehlzeiten rund 59,8 Milliarden Euro.

50er Stapel

Arbeitgeber zahlen immer mehr für ihre kranken Mitarbeiter

Bei Krankheit Lohnfortzahlung für 6 Wochen in voller Höhe

Wenn Arbeitnehmer erkranken, erhalten sie vom Arbeitgeber trotz Fehlens am Arbeitsplatz das volle Gehalt inkl. Sozialleistungen ausgezahlt. Diese Lohnfortzahlung dauert für 6 Wochen an. Im Anschluss übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Lohnfortzahlungen, jedoch nur in Höhe von 70 Prozent des regulären Bruttogehalts.

Anlässlich der ab 2019 bei der gesetzlichen Krankenversicherung wieder eingeführten Parität rechnete das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die steigenden Belastungen für die Arbeitgeber hinsichtlich der Krankheitsfälle ihrer Arbeitnehmer aus. Neben den höheren Ausgaben bei den regelmäßigen Sozialabgaben fiele damit auch der Anteil für die fortgesetzte Lohnzahlung im Krankheitsfall höher aus.

Demnach zahlten die Arbeitgeber im Jahr 2017 rund 59,8 Milliarden Euro Löhne bzw. Gehälter sowie Sozialversicherungsbeiträge für ihre erkrankten Mitarbeiter. Eine annähernde Verdoppelung innerhalb von zehn Jahren. Alleine die Zahlungen im Rahmen des Mutterschutzes betrugen rund 2,7 Milliarden Euro. Diese Ausgaben werden lt. IW im Jahr 2019 alleine durch die Parität bei den Abgaben für die Krankenkassen um 5 Milliarden Euro jährlich ansteigen.

Hinzu komme noch die steigende Anzahl von erkrankten Mitarbeitern während eines Jahres. Zwar bleibe die Krankheitsquote seit dem Jahr 2014 auf annähernd konstantes Niveau, aber mit der steigenden Beschäftigtenzahl steige auch die Häufigkeit der erkrankten Mitarbeiter an. Die Kosten werden somit überwiegend durch den Beschäftigungsboom und die Entwicklung bei den Gehältern auf immer neuere Rekordhöhen angetrieben.


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