Konsumenten-Laune im Oktober 2020 schlechter als im Frühjahr

Konjunktur –


Die erneut herbeigerufene Welle von Corona-Neuinfektionen hat die Laune der Konsumenten in die Tiefe getrieben. GfK stellte im Oktober niedrigere Werte als im vergangenen Frühjahr fest.

Konsum

Angst vor Lockdown und Arbeitsplatzverlust nimmt langsam Überhand

Hoffnung auf baldige Konjunkturerholung ist deutlich geschrumpft

Die Stimmung der stets als Wirtschaftsmotor gelobten, aber gleichzeitig als Umweltsünder getadelten Konsumenten ließ im Oktober 2020 deutlich nach. Gemäß der aktuellen Umfrage im Rahmen der GfK-Konsumklimastudie Oktober ist der Optimismus spürbar abgeklungen. Demnach sind drei Viertel der Konsumenten davon überzeugt, dass Covid-19 eine große bzw. sehr große Bedrohung darstelle. Rund die Hälfte der Befragten sorge sich um die persönliche Zukunft. Die Werte für die Bereiche Konjunkturerwartung, Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung sind allesamt gesunken.

Aus den Umfrageergebnissen berechnete GfK einen Wert von -3,1 Punkten für den November 2020. Damit liegt das Ergebnis zum 1,4 Punkte niedriger als einen Monat zuvor. Der Wert für den Vormonats-Zeitraum wurde auf -1,7 Punkte revidiert.

Der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl begründet diesen Rückgang in allen Sparten mit den „rasant steigenden Infektionszahlen“ und den mit der Pandemie begründeten verschärften Einschränkungen. Dazu komme noch die Angst vor einem weiteren Lockdown, falls die Kontrolle über die Corona-Entwicklung verloren ginge. Die im Frühsommer eingetretene rasche Erholung ist damit wieder aufgehoben.

Einzeln betrachtet mache sich ein Anteil von 51 Prozent große bis sehr große Sorgen um die voraussichtlichen wirtschaftlichen Folgen aufgrund der „Corona-Krise“. Für 74 Prozent stelle Covid-19 eine große bzw. sehr große Bedrohung dar, wobei 17 Prozent die Lage gelassener betrachteten und 6 Prozent keinerlei Ängste verspüre. GfK stellte im Oktober eine weitaus negativere Stimmung fest als in den Umfragen im April dieses Jahres.

Den größten Einbruch erlebte der Indikator „Konjunkturerwartung“. Dieser ging im Laufe des vergangenen Monats um 7,1 Punkte zurück, befindet sich allerdings mit aktuell knapp 21 Punkten noch im positiven Bereich. GfK schätzt ein, dass hier die Stimmung aufgrund der hohen Infektionszahlen und der schwindenden Hoffnung auf rasche wirtschaftliche Erholung absinkt. Dementsprechend ging auch die Erwartung zur künftigen Einkommensentwicklung zurück. Eine sich nur schwach entwickelnde oder sogar rückläufige Konjunktur lässt keine großen Aussichten auf entsprechende Lohnanhebungen zu. Dazu komme vor allem der erneute Schlag gegen die Reise- bzw. Tourismusbranche. Die bereits angemeldeten Kurzarbeiten dürften deshalb in die Verlängerung gehen.

Mit der Rücknahme der Einkommenserwartung schrumpfte auch die Bereitschaft für künftige Anschaffungen. Dieser Indikator sank um 1,4 Punkte auf 37,0 Punkte ab. GfK bezeichnete diesen Stand als noch immer „sehr zufriedenstellend“. Gegenüber dem Stand vor einem Jahr liegt die Anschaffungsbereitschaft jedoch um 15 Punkte niedriger. Potenziell steht der Indikator für die Anschaffungsbereitschaft jedoch unter Druck, da eine steigende Angst vor dem Arbeitsplatzverlust jegliche bisherigen Anschaffungspläne zunichte machen könnte. Dies ginge wiederum auf Kosten des allgemeinen Konsumklimas.

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