Konjunktur stottert 2019 anhaltend – ifo korrigiert Prognose

Konjunktur –


Die Konjunktur stottert offensichtlich seit Jahresbeginn anhaltender als bisher angenommen. ifo München korrigiert die Wachstumsprognose deutlich nach unten.

Ökonomen

Der „Rest der Welt“ spielt nicht mit – Wachstumsprognose deutlich abgesenkt

Mehr voreilender Optimismus für das Jahr 2020

Das erste Quartal 2019 ist noch gar nicht abgeschlossen, nimmt das Münchener ifo Institut eine Revision der vorangegangenen Prognose zum Wirtschaftswachstum 2019 vor. Der vormals eingeschätzte Wirtschaftszuwachs von 1,1 Prozent wird nach neuesten Erkenntnissen nicht mehr erreicht werden können. Die Dinge haben sich eben nicht so entwickelt wie ursprünglich eingeschätzt. Nun gehen die Münchener Ökonomen von einem Wirtschaftsplus von nur noch 0,6 Prozent aus. Nur etwas mehr als eine Halbierung.

Die Gegenwarts-Realität führte zu einer starken Reduzierung der Wachstumsprognose, aber dafür legte das Institut zur Zukunfts-Weitsicht etwas oben drauf. Nächstes Jahr wird die Wirtschaft voraussichtlich nicht um 1,6 Prozent, sondern nun um 1,8 Prozent zulegen.

Zu den dynamischen Fakten, die zu einer Korrektur der Prognose zwangen, gehören demnach die schwache Nachfrage nach deutschen Produkten und die global nachlassende Konjunktur. Dies führte zu „gegenwärtigen Produktionsschwierigkeiten der deutschen Industrie“ und diese dürften nach Einschätzung des ifo-Konjunkturchefs Timo Wollmershäuser erst allmählich überwunden werden.

Arbeitslosenzahl wird etwas gebremster absinken

Nach wie vor funktionierten aber die Antriebskräfte der Binnenwirtschaft. ifo schätzt einen weiteren Anstieg bei der Erwerbstätigenanzahl von 44,8 Millionen im letzten Jahr auf 45,2 Millionen im Jahr 2019. Im nächsten Jahr dürfte die Zahl der Erwerbstätigen bei 45,5 Millionen liegen. Aufgrund der abschwächenden Konjunktur werde sich der Aufbau der Beschäftigten entsprechend verlangsamen. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit werde ebenfalls gebremst. In diesem Jahr dürfte die Arbeitslosenzahl auf 2,12 Millionen Personen sinken, nach 2,21 Millionen im letzten Jahr. Für das Jahr 2020 schätzt ifo eine Arbeitslosenzahl von 2,12 Millionen Personen. Die Arbeitslosenquote werde 2019 auf 4,9 und 2020 auf 4,7 Prozent sinken (2018: 5,2 %).

Realeinkommen wird kräftig ansteigen

Ein voraussichtlicher Stützpfeiler für die Konjunktur werden der private Konsum und der anhaltende Bau-Boom sein. Kräftige Lohnsteigerungen, eine niedrige Inflationsrate, Entlastungen bei Steuern sowie Abgaben und eine Transfer-Ausweitung werden lt. ifo für „ein dickes Plus bei den Realeinkommen der Haushalte sorgen“.

Wollmershäuser ergänzte: „In diesem Jahr dürften kräftige Lohnsteigerungen, eine niedrige Inflationsrate, Steuer- und Abgaben-Entlastungen sowie eine Ausweitung der Transfers für ein dickes Plus bei den Realeinkommen der Haushalte sorgen. Dies befördert den privaten Konsum und die Baukonjunktur.“ Auch die Staatsausgaben nehmen insbesondere 2019 zu, von 1,0 Prozent im vergangenen Jahr über 2,6 Prozent in diesem auf 1,6 Prozent im kommenden.




Leistungen & Kosten Berufsunfähigkeitsversicherung berechnen

Jetzt den kostenlosen Vergleichsservice nutzen:

Paar in Abendsonne

  • Vergleich aus mehr als 100 Tarifen
  • Nur Top-Anbieter mit geprüfter Qualität
  • Leistungen bereits ab 50% Berufsunfähigkeit
  • Kostenlose Tarifberechnung
  • Unverbindliche Angebotserstellung
  • Auf Wunsch individuelle Beratung

Versicherungsdaten, Personendaten eingeben, fertig. Online-Tarifvergleich.

Jetzt vergleichen!

Beitrag anderen Menschen mitteilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.