Kleinst-Sparer könnten Kupfer Sammeln beibehalten

Euromünzen-


Die zukünftige Existenz der 1- und 2-Cent Münzen scheint wieder gesicherter zu sein. Bundesbank-Chef Jens Weidmann hat sich auf die Seite der „Kupferliebhaber“ und „Kleinstmünzen-Sammler“ geschlagen und erkenne überhaupt keinen Anlass, die kleinen Währungseinheiten aus dem Verkehr zu ziehen.

„Nicht die EU-Kommission entscheidet, sondern die Finanzminister“

Euro-Cent
Also doch solange es den Euro gibt?

An die Seite aller „Pfennig- und Euro-Cent-Fuchser“ sowie dickbäuchigen Porzellan-Schweinchen hat sich ein populärer Verteidiger des gesammelten Kleingeldes geschlagen. Ginge es um den Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann, müssten weder die Kleinst-Sparer noch deren Sparschweine um das mühsam gesammelte Kupfer bangen.

Vor einigen Tagen hörte man im gesamten Euroraum das „laute Nachdenken“ der EU-Kommission, über eine mögliche Abschaffung der kleinen Euro-Einheiten 1 Cent und 2 Cent.

Die Münzen wären das nominelle Geld nicht wert, welches das Material Kupfer eigentlich bringen könnte. Material, Herstellung und Prägung der 1- und 2-Cent-Münzen wären schlicht zu teuer geworden. Aus diesem Grund erwogen die „Eurokraten“, die kleinen Cent-Münzen fließend aus dem Verkehr zu ziehen. Immerhin wäre den Euro-Staaten seit 2002 ein wirtschaftlicher Verlust in Höhe von 1,4 Milliarden Euro entstanden.

Dass jedoch das Großaufgebot einer „Massen-Münz-Einsammlung“ für den grob gerechneten jährlichen Verlust in Höhe von 8,2 Millionen Euro pro Jahr und pro Euro-Land auf die Beine gestellt werden sollte, ist gegenüber die 2-stelligen Milliarden, die für Rettungsaktionen „aus dem Ärmel geschüttelt“ werden, etwas erstaunlich.

Die Verbraucherschützer sind bereits in „Alarmstellung“ gegangen. Eine Abschaffung der kleinen Cent-Einheiten hätte die „Glättung“ der Preise zur Folge. Wenn ein Produkt für z.B. 1,99 Euro angeboten wurde, so würde später der Preis aller Voraussicht nach 2,- Euro, 2,05 oder gar 2,10 Euro kosten. Kaum jedoch 1,95 Euro. Ein Abrunden der Preise wäre eine Premiere. Von einer „versteckten Preiserhöhung“ war bereits die Rede. Ein solcher Vorgang wäre alles andere als „verdeckt“, sondern schlicht unverfroren offen.

Bundesbankpräsident Weidmann sieht gar keinen Anlass, die 1- und 2-Cent-Münzen abzuschaffen. Zur Bild am Sonntag erklärte er, dass die deutschen Bürger an den Kleinmünzen festhalten wollen und er sich an dem persönlich anschließe. Darüber hinaus läge die Entscheidung nicht bei der EU-Kommission sondern bei den Finanzministern der Euroländer.

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