Kiew: Festnahme 10 russischer Luftlandesoldaten – Moskau antwortet scharf

Ukraine-Konflikt-

Update: Moskau bestätigt die Festnahme einer Grenzstreife – Infos.


Die Ukraine meldete die Festnahme von zehn russischen Luftlandesoldaten in Donezk. Moskau dementiert und spricht von einem losgetretenen Informationskrieg.

Bazooka

Russische Luftlandetruppe ist offenbar unbemerkt bis nach Donezk vorgedrungen

Festnahme erfolgte pünktlich vor dem Gipfeltreffen in Minsk

In der Ukraine sollen von den Sicherheitskräften zehn russische Luftlandesoldaten, bewaffnet und mit Soldbüchern ausgestattet, nahe an der Grenze zu Russland festgenommen worden sein. Belege für die Festnahme russischer Armeeangehörige seien jedoch nicht gezeigt worden.

Die zehn russischen Soldaten sollen dem 331. Regiment der 98. Division der Luftlandetruppen der russischen Streitkräfte angehören, so die Erklärung auf der Internetpräsenz des ukrainischen Sicherheitsamtes.

Der Mitteilung nach haben die festgenommenen russischen Soldaten erklärt, sie seien am Samstag innerhalb einer ganzen Bataillon an der Grenze zur Ukraine stationiert worden. In der Nacht zum Montag haben sie angeblich im Rahmen der Luftlande-Schützenpanzer einen Eilmarsch unternommen.

Wie RIA Novosti berichtete, können im frei zugänglichen „Internet-Lexikon“ Wikipedia die Informationen nur über diese eine angegebene Division gefunden werden. Darüber hinaus wurde diese Meldung nur einen Tag vor dem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko in Minsk heraus gegeben.

Russlands Außenministerium dementierte derlei Vorkommnisse und bezeichnete die Behauptungen Kiews als „öffentliche unbewiesene Insinuationen“. Von internationalen Inspektoren seien keine Verletzungen und auch kein von Russland unangekündigte Aktivitäten festgestellt worden.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow kritisierte die Meldungen der westlichen Massenmedien und nannte das angebliche Eindringen russischer Truppen in die Ukraine als den Beginn eines „Informationskrieges“. Die Massenmedien verbreiteten demnach fortgesetzt Gerüchte, entstellte Informationen und sogar unverkennbare Lügen.

So stellte sich auch die von Kiew gemeldete Vernichtung einer russischen Kolonne aus Panzerfahrzeugen als – gelinde ausgedrückt – Ente heraus.

Die Frage lautet, ist Kiew im Kampf gegen die erklärten „Terroristen“ im Osten der Ukraine mit dem Latein am Ende, auch aus finanziellen Gründen, und beabsichtigt die „Not-Hilfe“ von Nato-Einheiten zu provozieren? Oder sind die Entscheidungen Kiews ohnehin mit einem unsichtbaren aber sehr strammen Faden gen Washington verbunden?

Irgendwann ist auch der Effekt von beständigen Falschmeldungen abgenutzt. Welches Rezept wird folgen?





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