KfW-Bank: Deutscher Mittelstand durch Dauerkrise angeschlagen

Wirtschaftskrise-


Der Mittelstand ist ein Markenzeichen in der deutschen Unternehmerlandschaft. Anteilig der größte Arbeitgeber und beinahe beispiellos in der Welt. Doch der „Motor Mittelstand stottert“, so die Feststellung der KfW-Bank nach einer Umfrage bei den Mittelstandsunternehmen.

Unternehmen

Reduzierte Anzahl Arbeitsplätze – Deutscher Mittelstand gerät in Zugzwang

Das wichtige Wirtschafts-Zugpferd in Deutschland beginnt zu lahmen

Kleinere und mittlere Unternehmen in Deutschland sind Leitragende der schwierigen Wirtschaftslage. Die schwache Konjunktur Deutschlands sowie die Rezession in Europa belasten den Mittelstand, obgleich das Jahr 2012 relativ solide durchschritten wurde. Die Unternehmen im Mittelstand zeigten Widerstandsfähigkeit, so das Resümee einer Umfrage der KfW-Bank. Im Vergleich zu anderen Sektoren sei der Mittelstand noch relativ glimpflich davon gekommen.

Völlig ohne Blessuren sind deutsche Mittelstandunternehmen jedoch nicht geblieben. Die letzten Jahre haben an den Kräften gezerrt und sollte diese Entwicklung eine Fortsetzung finden, würden Spuren in der Wettbewerbsfähigkeit hinterlassen werden. Die meisten mittelständischen Unternehmen zeigten einen verhaltenen Optimismus. Für die kommenden zwei Jahre wird keine Verbesserung der gegenwärtigen Situation erwartet. „Die positive, aber gedämpfte Entwicklung setzt sich fort“, so KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Bereiche des deutschen Mittelstands leben u.a. von der Substanz. Der „Jobmotor Mittelstand beginnt zu stottern“. Die Stärkung und Förderung erhalte daher einen höheren Stellenwert.

Im vergangenen Jahr konnten die kleineren und mittleren Unternehmen ihren Umsatz 2,1 Prozent steigern. Doch nur ein Jahr zuvor lag der Anstieg bei 8,1 Prozent. Der Einbruch entspricht um rund 70 Prozent. Derzeit ist ein Zuwachs bei der Anzahl der Vollzeitbeschäftigten zu beobachten (+2 Prozent), gleichzeitig fällt der Anteil der Teilzeitbeschäftigten zurück (-15 Prozent). Insgesamt nimmt seit sechs Jahren zum ersten Mal die Zahl der Beschäftigten im Mittelstand ab (-0,3 Prozent).

Der Mittelstand leistet aktuell keinen Beitrag zur Reduzierung der Arbeitslosenquote. Im vergangenen Jahr fanden die rund 500.000 Menschen ihren Job ausschließlich bei Großunternehmen und im öffentlichen Bereich. Dennoch sind nach wie vor rund 67 Prozent aller Erwerbstätigen im Mittelstand beschäftigt (3,64 Millionen).

Für Zeuner steht fest, dass die Wachstumskräfte in Europa gestärkt und das Investitionsklima verbessert werden müssen. Dazu gehörte auch die Förderung von Größenvielfalt, ausgewogene Branchenstruktur, eine solide industrielle Basis, Kundenorientierung und Innovationsfreude.

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2 Gedanken zu „KfW-Bank: Deutscher Mittelstand durch Dauerkrise angeschlagen

  • 11. Dezember 2013 um 9:09
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    Da hat sich der Wind ja noch einmal zum positiven gedreht. Der Präsident des BVMW Mario Ohoven rechnet 2014 mit bis zu 250.000 neuen Arbeitsplätzen. Hoffen wir, dass diese Richtung nun beibehalten wird und sich der Mittelstand auch zukünftig weiter entwickelt.

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  • 18. November 2013 um 12:49
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    Sehr interessanter Artikel. Traurig aber… Wie soll der Mittelstand sich auch entwickeln, wachsen und Arbeitsplätze schaffen, wenn dieser doch ständig benachteiligt wird. Das große Thema der EEG Umlage bleibt präsent. Auch wenn dies ein leidiges Thema ist, so ist es doch ein wichtiges. Wenn gerade die „Kleinen“ ständig steigende Kosten tragen müssen, wie soll hier noch Platz zum atmen sein? Ein passender, ebenfalls interessanter Artikel findet sich hier:
    http://www.pt-magazin.de/newsartikel/archive/2013/november/15/article/endlich-klartext-reden.html
    Ich denke, es ist verdamt wichtig, dass sich die liebe Regierung wichtige Themen für unseren deutschen mittelstand zu Herzen nimmt und diesem so wider die Möglichkeit schafft wettbewerbsstark zu werden. Dann werden sich die KMUs sicherlich auch bald wider an der „Reduzierung der Arbeitslosenquote“ beteiligen!

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