Kaum Aussichten auf glimpfliches Krisen-Ende

Konjunktur –


Die Aussichten auf ein „glimpfliches Ende“ aus den gegenwärtigen Krisen sind scheinbar sehr gering. Eine genaue Richtung der Entwicklungen ist derzeit noch nicht erkennbar, aber der voraussichtlich Leidtragende wird wie üblich der „Normal-Sterbliche“ sein.

Von Corona fließend zur handfesten Finanzkrise

Krisenstimmung

Krisenstimmung wird am Ende beim Konsumenten hängen bleiben

Die noch nicht ganz beendete „Corona-Krise“ wurde längst abgelöst von einer „Geldentwertungs-Krise“. Gegen die anhaltende Inflation hilft weder gesunde Ernährung und eine Spritze schon gar nicht. Von der Geldentwertung ist jeder betroffen, ob reich oder arm, nur mit dem Unterschied, dass es der „finanziell Unterprivilegierte“ schon mit jedem einzelnen Cent zu spüren bekommt und der Vermögende die Inflation womöglich nur mit einem Stirnrunzeln zur Kenntnis nehmen kann.

Es droht eine Lohn-Preis-Spirale

Steigende Preise lassen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerverbände nach höheren Löhnen rufen. Auf der einen Seite verständlich, aber auf der anderen Seite könnte das Mehr beim Einkommen die Inflation noch beschleunigen. Mehr verfügbares Geld und dies beim Wissen über die künftig weiter steigenden Preise, führt in der Regel zu möglichst schnellen Anschaffungen. Das Geld zirkulierten immer schneller in immer größeren Mengen. Für Feuer wäre dies wie trocken Stroh und Zunder. Eine Lohnerhöhung als Inflationsausgleich könnte daher lediglich eine Beruhigungspille für den Augenblick darstellen. Es droht eine Lohn-Preis-Spirale, so die Befürchtung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Zu beobachten sei dazu eine Verschärfung beim Fachkräftemangel.

Trotz trübe Aussichten große Einstellungsbereitschaft

Obwohl die Aussichten derzeit eher trübe sind, halten sich die Unternehmen nicht bei Neueinstellungen zurück. Der GDV vermutet, dass sich die Firmen in Sicherheit wiegen aufgrund der staatlich zugesicherten Arbeitssicherungsgarantien. Darunter zählt u.a. die Kurzarbeit im Falle eines konjunkturellen Abschwungs.

Derzeit seien die Arbeitnehmer für das Durchsetzen von Lohnanhebungen in vorteilhafter Position. Die Unternehmen suchen nach wie vor nach mehr Belegschaft, haben es aber mit einem Mangel an Fachkräften zu tun. Sollten höhere Löhne durchgesetzt werden, stehen die Firmen vor größeren Herausforderungen. Höhere Lohnkosten könnten zwar teilweise an die Konsumenten weitergegeben werden, aber dies wäre auf langfristige Sicht substanziell nicht tragfähig.

GDV sieht 4 mögliche Szenarien

Eine bereits in Gang gesetzte Lohn-Preis-Spirale sei derzeit noch nicht zu beobachten, so die GDV-Ökonomen. Für die künftige Entwicklung seien 4 Szenarien möglich:

– Der Preis- und Lohndruck könne aufgrund einer Rezession abgeschwächt werden und die Arbeitsnachfrage frühzeitig ausreichend stark abnehmen.

– Langfristig setzen sich die Lohnforderungen durch und die Europäische Zentralbank (EZB) zieht ihre Maßnahmen nicht an. In diesem Fall drohe aufgrund steigender Löhne und dem steigenden Preisdruck die Lohn-Preis-Spirale.

– Durchgesetzte Lohnforderungen in Verbindung mit verschärftem Kurs der EZB könnte zu einer Rezession führen.

– Die Löhne steigen nur moderat bei gleichzeitig anhaltender hohen Inflation. Dies führte zu einem Rückgang bei den Reallöhnen und schächte den Konsum ab. Die Konsumenten verzichten auf Rücklagen, um so den alltäglichen Bedarf decken zu können. Langfristig bildet sich eine finanzielle Lücke, welche das Armutsrisiko im Alter anhebt.

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